2
19. Januar 2010

Isokorb hat den Bogen raus

von Wolfgang Ackenheil

Rechts des Rheins in perfekter Lage wurde Ende vergangenen Jahres das Luxushotel Kameha Grand Bonn am Bonner Bogen mit 254 Zimmern eröffnet. Luxuriös und spektakulär ist nicht nur das Interieur sondern auch die Architektur. Alles andere als Standard. Hier unterstützte Schöck mit einer besonderen Isokorb®-Lösung und einem umfassenden technischen Service. Die auch alles andere als Standard ist. Sie ist versteckt in dem auffallenden Rundbogen der Fassade, der dem Besucher gleich ins Auge sticht.

Bonner Bogen Luftbild

Bonner Bogen Isokoerbe

Beim genauen Betrachten fällt auf: Da ragt die Herausforderung heraus. Denn entlang der äußeren Betonbögen am Dach- und Fassadenrand kragt das Gebäude jeweils um 1,30 Meter aus. Durch die filigrane Fassade kam eine klassische Wärmedämmung der Auskragungen nicht in Frage, daher musste eine thermische Trennung eingebaut werden. Zur Minimierung von Wärmebrücken wurde entlang der beiden äußeren Bögen im Nordosten und Südwesten vom Gebäude mit Schöck Isokorb® thermisch getrennt. Die statische Besonderheit dabei ist, dass diese Kragplatte erst vertikal hängt und dann immer mehr in eine horizontale Platte übergeht. Ganz entgegen dem Standardfall von auskragenden Bauteilen.

Hier war die Schöck Anwendungstechnik gefragt. Werner Hein, der dieses Projekt betreut und den Planer unterstützt hat, war hier mit seiner ganzen Isokorb®-Erfahrung gefordert. Die innovative Lösung für diese konstruktive statische Anforderung bestand darin, den Bogen in viele Abschnitte aufzuteilen und je nach Kräften den passenden Isokorb® einzusetzen. Dies begann im Erdgeschoss mit dem Typ Q, geht über Obergeschosse mit dem Typ D bis auf den Rand des Dachgeschosses mit dem Typ K. Aufgrund der zweiseitigen Beanspruchung im Rundbogen wurden Standard-Elemente Typ D zerschnitten und um 90 Grad wechselseitig gedreht eingebaut wurden. Da unter dem gekrümmten Dachrand die Rettungswege verlaufen, wurde die Brandschutzklasse F90 verlangt. Die Isokörbe bieten mit den integrierten Brandschutzplatten automatisch einen F 90-Schutz. Darüber hinaus wurde mit dem Einbringen von zusätzlichem Promat in den Keilen zwischen den Isokorb®-Elementen der vollständige Brandschutz erreicht. Damit war eine rundum sichere Lösung entstanden. Die auch den Planer rund um zufrieden machte.

Was wollen wir mehr? Wie hätte es sonst sein können? Hätten Sie eine Idee? Geben Sie uns einen Tipp mit Ihrem Kommentar für „Innovative Baulösungen“.

Kategorien

2 Kommentare

Mehmet GERIZEKALI
25. Februar 2010 um 10:32

Ich bin immer wieder erstaunt, wie vielseitig der Isokorb einsetzbar ist. Weiter so!

Ihr Mehmet GERIZEKALI

Frank
07. März 2010 um 00:13

Wahnsinn, nicht nur für Balkone

Kommentare schreiben

wird veröffentlicht
wird nicht veröffentlicht