Marie-Luise Muckenhirn

Das Wandern ist des Müllers Lust…

Kennt ihr dieses alte Wanderlied? Ich schon! Oder das hier: „Mein Vater war ein Wandersmann und mir steckt‘s auch im Blut, drum wandere ich so lang ich kann und schwenke meinen Hut…“ Früher habe ich diese und andere Wanderlieder gefühlte 100 Mal gehört, als meine Schwestern und ich als Kinder fast jedes Wochenende mit meinen Eltern wandern waren (ich habe einen sehr musikalischen Vater :-)). Wohl gemerkt „als Kinder“… Es gab ein paar Jahre, in denen meine Wanderlust nicht so ausgeprägt war. Dieses Frühjahr habe ich dann allerdings das Wandern wieder für mich entdeckt. Genaugenommen, als ich mich über 1.000 Höhenmeter auf steilem und rutschigem Weg durch den Regenwald auf den Gipfel eines Vulkans in Nicaragua gekämpft habe. Überhaupt bin ich da so viel gewandert, dass ich zurück in Deutschland gar nicht mehr damit aufhören konnte.

Als dann die Schöck BGM-Gruppe „Ernährung“ eine Kräuterwanderung anbot, war das genau das Richtige für mich. Bewegung, etwas über die Natur lernen und Kollegen aus anderen Abteilungen besser kennenlernen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, der BGM-Gruppe „Bewegung“ beizutreten und meinen Kollegen eine Wanderreihe anzubieten.

Gesagt, getan. Gestartet ist die Reihe am 30.07.2017 mit einem Rundweg von ca. 14 km von den märchenhaften Gertelbacher Wasserfällen über den Wiedenfelsen mit bombastischer Aussicht ins Rheintal und auf die Vogesen, über den Plättig, zur Hertha Hütte und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg zur Hertha Hütte sind uns dann noch Sabine und Eberhard Schöck begegnet, die sich noch auf der Kohlbergwiese etwas stärken wollten. Es war eine abwechslungs- und aussichtsreiche Tour bei strahlendem Sonnenschein und teilweise abenteuerlichen Wegen. Nur den letzten Kilometer mussten wir unsere Regenjacken noch anziehen.

Ein Ort, wo Sagen entstehen: Gertelbacher Wasserfälle

Wandergruppe vor der Hertha Hütte, in der Nähe vom Plättig

Die zweite geplante Wanderung war der Eierkuchenberg-Weg in Baden-Baden. Eine kleine Feierabendrunde, die ich leider aufgrund des starken Regens absagen musste.

Mehr Glück mit dem Wetter hatten wir dann am 1. September, als wir den Vorfeld-Weg mit Abstecher auf die Badener Höhe gewandert sind. Eine kurze Runde von ca. 8 km, die es jedoch in sich hatte. Nach einem steilen Anstieg sind wir auf der Badener Höher angekommen, wo wir dann noch unseren Haus- und Hoffotografen Michael Frank auf dem Rad getroffen haben. Nach einem kurzen Plausch und dem Erklimmen des Friedrich Turms, ging es dann wieder den Berg hinab zum Ausgangspunkt am Plättig.

Herrliche Landschaft wie hier unterhalb der Badener Höhe, haben wir auf jeder Wanderung erlebt.

Feierabend-Tour auf dem Vorfeld-Weg

Die 4. Tour war nicht nur die längste mit runden 19 km, sondern auch die anstrengendste. Um die 880 Höhenmeter haben wir überwunden, bis wir oben auf der Teufelsmühle waren. Von dort aus hatten wir eine tolle Aussicht.

Glückliche und gestärkte Wanderer nach dem sportlichen Aufstieg

Auf dem Weg von Gernsbach nach Loffenau

Ich habe jede einzelne Wanderung sehr genossen. Ich bin so mit Kollegen ins Gespräch gekommen, mit denen ich sonst beruflich nicht viele Berührungspunkte habe und habe sie besser kennengelernt. Außerdem war jede einzelne Wanderung voller wunderschöner Anblicke, herrlicher Natur, toller Gespräche und wir hatten jede Menge Spaß.

Für mich ist die Wandersaison noch nicht zu Ende und ich freue mich noch auf die eine oder andere schöne Tour dieses Jahr… und nächstes Jahr dann hoffentlich wieder mit Kollegen.


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2 Kommentare zu "Das Wandern ist des Müllers Lust…"
Jens Neumann schreibt am 14. November 2017 um 20:38

Hallo
ihr wandernden Schöckianer…
schön euch so munter zu sehen….
…“ diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen“…..
also….Köllleeee aalllaaaffff..
Euer alter Weggefährte…..
Jens Neumann

Klaus Muckenhirn schreibt am 18. November 2017 um 08:18

Ja, geliebtes Töchterlein – Back to the roots!
Schön die Natur wieder zu entdecken und das mit Kollegen.
Gibt es noch schönere Teambuildingmaßnahmen als diese?
Wohl kaum – denn beim Wandern hat man Zeit entspannt und gelassen
sich zu unterhalten und nebenbei die schönen Seiten der Natur zu erfassen.
Weiter so!!
LG
Dad

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