Florian Hiddemann

„Esskulturen aus aller Welt“ – dieses Mal aus dem Balkan

Regelmäßig wird von der Arbeitsgruppe „Ernährung“ im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements von Schöck ein internationaler Kochabend veranstaltet, an dem freiwillige Kollegen ihr kulinarisches Handwerk aus der Heimat unter Beweis stellen dürfen. Jeder Mitarbeiter der Firma ist gerne zum Mitmachen eingeladen. Mit dem fünften Themenabend dieser Reihe zeigten Martina Adams, Draginja Ljubic, Ruzica Artukovic und Jernej Standeker am 1. Oktober gemeinsam eine vielfältige Kostprobe dessen, was die Halbinsel in Südosteuropa kulturell zu bieten hat.

Wer an jenem Donnerstagmittag bereits in der Kantine beim deftigen Roastbeef zugeschlagen hat, wird dies nach Feierabend im Angesicht der dargebotenen Spezialitäten der Balkanregion bitter bereut haben.

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Zwei der Gastgeberinnen: Ruzica Artukovic und Martina Adams

Wie die dort ansässige Tradition es verlangt, begann der Abend  mit einer herzlichen Begrüßung aller Gäste, gefolgt von mitgebrachten, hochprozentigen Grüßen aus der Heimat mit Juliška und Borovničevec.

Während viele kleine Teller auf den Tischen im Schöck Bistro bereits mit hausgemachter Wurst und Käse, darunter Kulen, Pršut, Paški sir und Mladi sir als Meza Vielversprechendes erwarten ließen, lauschten wir zur Eröffnung gespannt einem Kurzvortrag über die Hintergründe der historisch geprägten Vielfältigkeit der Region.

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Vielleicht wird ja sogar der eine oder andere Kollege auf das abschließende Angebot zurückkommen, sich bei seiner nächsten Urlaubsplanung tatkräftig beraten zu lassen.

Bevor sich die Kollegen jedoch dem Hauptgericht widmen durften, wurde zunächst noch ein Quiz absolviert. Mit großem Eifer stürtzen sich die Kollegen auf die Fragezettel. Und dann? Großes Kopfzerbrechen, als es hieß: „Ordnen Sie den folgenden Balkanländern ihre Flaggen, Währungen und Hauptstädte zu!“ oder auch „Bevölkerungszahlen: Stimmen die angegebenen Zahlen?“. Wüssten Sie, wie die mazedonische Flagge aussieht, dass die konvertible Mark die Währung Bosnien-Herzegowinas oder Moldawiens Hauptstadt Chisinau ist? Nein? Wir auch nicht. Ebenso wenig, dass Albanien knapp 2,8 Millionen Einwohner hat.

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Zunächst etwas beschämt, dass man selbst offensichtlich einen hohen Nachholbedarf hinsichtlich der Informationen über die Länder der Balkanregion hat, stellte sich schnell heraus, dass es dem Großteil der Kollegen auch nicht anders erging. Also war Gruppenarbeit angesagt. Mal hier gespickt, mal da jemanden um Hilfe gebeten und am Ende waren es doch die Organisatoren, die einige Antworten verraten mussten.

Dieser kleine kulturelle Denkzettel war mit einer reichhaltigen Auswahl an nationalen Gerichten im anschließenden warmen Buffet allerdings schnell wieder besänftigt. Von den auch hierzulande noch eher bekannten Ćevapčići mit Ajvar, Pita und Burek wurde sich darüber hinaus mächtig ins Zeug gelegt, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Gastgeberin

Gastgeberin Draginja Ljubic

Nebst weiteren deftigen Fleichgerichten, wie Sarma und Đuveč, gab es mit Čupavci, Šopska salata und Pasulj, einem serbischen Bohneneintopf, sowie dem selbstgemachtem Bauernbrot Pogača auch für Gemüsefreunde einiges zu entdecken.

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Wer dabei schlau genug war, sich ein bisschen Platz im Gürtel freizuhalten, konnte diese Lücken danach noch mit diversen Süßspeisen füllen. Dabei stand insbesondere der Rumovi, ein Schoko-Walnuss-Kuchen mit Rum, seinen flüssigen Verwandten aus der Begrüßung in nichts nach.

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Wie uns berichtet wurde, hatten sich die Gastgeber des Abends nicht davor gescheut, ihre Familienmitglieder beim Kochen einzubinden. Dies verlangte wohl aber ohnehin keine große Überzeugungsarbeit, da die vorhandenen Kochkünste gerne unter Beweis gestellt wurden. Die zugrundeliegende, allseits bekannte Gastfreundlichkeit äußerte sich weiterhin mit derart üppigen Portionen, dass (zumindest für die schnellen Kollegen) das Mittagessen für den nächsten Tag damit bereits gesichert war.

Schon während des Balkanabends wurde fleißig diskutiert, welche Länder und Regionen denn als nächstes anstehen sollten. Was kann man selbst beitragen und wie kann der Abend noch gesteigert werden? Aus sicheren Quellen haben wir erfahren, dass es durchaus schon Interessenten für Peru, Norddeutschland, ggf. Usbekistan und auch für exotischere Kochstile, wie die der badischen Esskultur, gibt. Wir wünschen den Referenten dabei viel Erfolg!

Die Arbeitsgruppe Ernährung, welche unter anderem die Organisation der Esskulturabende übernimmt, sucht übrigens noch dringend motivierte Mitstreiter. Das Team freut sich über jede helfende Hand, damit diese Abende auch weiterhin zusammen genossen werden können. Solche Aktionen bieten nämlich eine tolle Gelegenheit, um die Kollegen auch einmal abseits vom Tagesgeschäft kennenzulernen und beleben das Interesse an den vielen kulturellen Hintergründen, die es dabei zu entdecken gibt. Gerade als neue Mitarbeiter, die erst seit kurzem zur Firma Schöck gehören, wissen wir das sehr zu schätzen. An dieser Stelle also nochmal vielen Dank.

Nguyen Le und Florian Hiddemann


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2 Kommentare zu "„Esskulturen aus aller Welt“ – dieses Mal aus dem Balkan"
Nikolaus Wild schreibt am 16. Oktober 2015 um 16:18

Liebe Ex-Kollegen. Das mit diesen Kochevents ist eine tolle Sache. Glückwunsch an die Initiatoren und Veranstalter. Mit besten Grüßen Nikolaus Wild

Ramona schreibt am 19. Oktober 2015 um 13:20

Sehr interessanter Artikel und das Essen sieht ja echt lecker aus. Bemerkenswert finde ich die Gastfreundschaft in anderen Ländern. Ob das bei uns immer so wäre?! Weiterhin viele spannende Artikel. LG Ramona

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