Ein Wohnprinzip mit Zukunft: das Passivhaus

In Zeiten, in denen sparsamer Umgang mit Energie immer wichtiger wird, sind solche Konzepte wie das Passivhaus zu einem zukunftsweisenden Gedanken für jeden Bauenden geworden.

Die Idee bei einem Passivhaus ist, dass die Wärme komplett aus der Umgebung durch Sonneneinstrahlung und von innen (Wärmeabgabe von Geräten, Personen) gewonnen und durch besonders gute Dämmung der Fassade (Wände, Fenster, Türen), des Dachs und der Bodenplatte langfristig gespeichert wird. Idealerweise kann vor allem in Regionen mit mildem Klima auf eine konventionelle Gebäudeheizung verzichtet werden. In besonders kalten Regionen wird jedoch zur Gewinnung der Restwärme eine Heizung eingebaut, die unterschiedliche Quellen nutzen kann. Umweltschonend sind solche, wie thermische Solaranlagen und Erdwärme. Natürlich werden auch konventionelle Heizungsarten, wie Fernwärme, eingesetzt. Egal, für welches Heizsystem Sie sich schlussendlich entscheiden, das passende Werkzeug für die Bauarbeiten gibt es beispielsweise bei www.contorion.de direkt nach Hause geliefert.

Optimale Wärmedämmung als wichtigster Aspekt der Funktionsweise des Passivhauses
Die Dämmung der Fassade ist ein grundlegender Punkt beim Energieeinsparen. Nicht zu vergessen ist sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung von Gebäuden die Energieeinsparverordnung (aktuell von 2014), die die gesetzlichen Mindestanforderungen für die Wärmedämmung festschreibt. Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch „U-Wert“ genannt, wird wie folgt vorgeschrieben:

  • Außenwand, Geschossdecke gegen Außenluft: U = 0,28 W/(m²•K)
  • Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen: U = 0,35 W/(m²•K)
  • Dach, oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten: U = 0,20 W/(m²•K)
  • Fenster: U = 1,3 W/(m²•K)
  • Außentüren: U = 1,8 W/(m²•K)

 

Davon abgesehen, existieren eine Reihe weiterer Regelungen und Ausnahmen, weshalb empfohlen wird, eine Fachkraft diesbezüglich zu beauftragen. Beim Passivhaus ist es nämlich noch viel wichtiger als bei einem „normalen“ Gebäude, eine besonders gute Dämmung zu verwenden und sogenannte Wärmebrücken zu vermeiden.

Was es bei Fenstern und Türen zu beachten gibt

Besonderes Augenmerk liegt außerdem auf den „Öffnungen“ des Hauses – den Fenstern und den Türen. Eine Dreischeibenverglasung mit Edelgas-Füllungen in den Scheibenzwischenräumen und speziellen Folien sowie gut gedämmte Fensterprofile erreichen ausgezeichnete U-Werte des Gesamtfensters unter 0,8 W/(m²•K). Wichtig ist jedoch zu bedenken, dass das Glas und der Rahmen unterschiedliche U-Werte haben können. Damit auch beim Rahmen gute Dämmwerte erzielt werden, muss auch hier eine ausgefeilte Konstruktion von Dichtungen und Kammern ans Werk. Als Material können weiterhin Kunststoff, Holz oder eine Holz-Alu-Kombination dienen.

Auch bei den Haustüren gibt es zahlreiche Innovationen. Eine spezielle Tür mit Vakuum-Thermokern zum Beispiel erreicht einen U-Wert von ca. 0,75 W / (m²• K) und erfüllt damit leicht die Passivhaus-Standards. Auch hier können unterschiedliche Werkstoffe wie Holz, Kunststoff und Metalle kombiniert sein.

Und übrigens: sowohl die wärmedämmenden Fenster als auch Türen sind zudem besonders schalldämmend. Man investiert damit also auch in eine besonders geräuscharme Umgebung, die sowohl die Bewohner vor dem Lärm von außen, als auch die Nachbarn vor dem Lärm, den man selbst macht, schützt.

Die Vorteile eines Passivhauses

Langfristig gesehen schont ein Passivhaus durch die zahlreichen Einsparmöglichkeiten den Geldbeutel des Bauherrn. Außerdem gibt es regional variierende Finanzierungshilfen sowie vergünstigte Darlehen von diversen Banken, so dass ein solches Bauvorhaben keinesfalls zu den Luxusgütern gehört. Ein weiterer Vorteil ist der Komfort: Die durchweg konstante Innenraumtemperatur schließt die Entstehung kalter Wände oder Böden und entsprechend Schimmelbildung aus. Außerdem wird die Bausubstanz nachhaltig geschont, da keine Kälte in das Mauerwerk dringt und umgekehrt keine Wärme nach außen entweicht, was zu Spannungen in der Wand führt. Es bleibt also nicht nur warm im Winter, sondern auch kühl im Sommer, und zusätzlich werden die empfindlichen Baumaterialien geschont.


  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen