Patricia Sulzbach

Lebensretter gesucht und gefunden!

Als sich Schöck im letzten Jahr zu Weihnachten entschied, die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) zu unterstützen, gefiel mir der Gedanke besonders gut, da wir hier gemeinsam etwas tun konnten. Der Vorstand entschied, die DKMS mit einer großzügigen Spende zu fördern und viele von uns Mitarbeitern entschieden, sich typisieren zu lassen. Ein voller Erfolg! Wie sich zeigte, haben sich 80 Mitarbeiter mit einer Typisierung als potentielle Knochenmarkspender registriert.

Nach Angaben der DKMS erhält alle 16 Minuten ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Die Stammzellenspende ist in vielen Fällen die einzige Chance auf Heilung. Da in Deutschland viele Menschen in der Knochenmarkspenderdatei registriert sind, finden vier von fünf einen Spender.

Zu dieser positiven Bilanz hat auch einer unserer Kollegen beigetragen. Da er, wie ich finde, sehr bescheiden ist, möchte er nicht persönlich genannt werden. Aber ich möchte es mir nicht nehmen lassen, diesen Kollegen für seine selbstlose Tat mit diesem Blog-Beitrag ein bisschen ins Rampenlicht zu rücken.

Unser geheimer Spender bekam kurz nach der Typisierung die Nachricht, dass er zu einem Patienten passen könnte. Dann mussten einige Tests gemacht werden, um Gesundheit und Tauglichkeit bei Spender und Patienten zu gewährleisten. Die eigentliche Spende fand dann im September statt. In diesem Fall entschied man sich für eine Stammzellenspende. Hierbei werden die Stammzellen nach vorheriger medikamentöser Behandlung aus dem Blut entnommen. Die Entnahme selbst dauerte 4 Stunden und die Stammzellen konnten dem Patienten wenige Tage nach der Entnahme transplantiert werden. Empfänger war ein 16-jähriger Junge. Es gibt noch keine Nachricht, wie es dem Jungen geht, aber unser Spender wird in den nächsten Monaten über den Heilungsfortschritt informiert werden.

Ich drücke von meiner Seite, und sicherlich auch in Ihrem Namen die Daumen, dass alles gut gegangen ist.

Mr. X hat mich gebeten explizit darauf hinzuweisen, dass alle Beteiligten (DKMS, Cellex als auch Klinikpersonal) ihn stets sehr gut unterstützt und beraten haben, so dass er sich zu jeder Zeit gut aufgehoben fühlte.

Bleibt nur noch darauf hinzuweisen, dass – wie eingangs erwähnt – leider für jeden fünften Erkrankten immer noch kein Spender gefunden werden kann. Daher hier noch einmal der Appell an alle Unentschlossenen: Mitmachen und Leben retten! Denn wie es so schön heißt: „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Dem bleibt mir nichts mehr hinzuzufügen.


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2 Kommentare zu "Lebensretter gesucht und gefunden!"

Seref schreibt am 17. Dezember 2014 um 20:54

Ich gratuliere Mr. X für seine heldenhafte Tat und drücke dem Patienten die Daumen, dass alles weiter auch gut verläuft.

Sabrina schreibt am 12. Januar 2015 um 23:06

Das ist eine tolle Nachricht! Es freut mich, dass zumindest schon mal 1 passender Spender dabei war! Hoffentlich finden sich noch mehr! 🙂

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