Cornelia Kaltenbach

Aktion „Spende statt Weihnachtskarte“

Noch bevor das erste Adventstürchen aufgegangen ist, habe ich innerhalb einer Stunde tausendmal mehr Weihnachtsgefühl getankt, als eine Wagenladung Weihnachtsgrußkarten hätte transportieren können. Anlass für meine Stippvisite in der Kindertagesstätte Haus Löwenzahn war die Aktion „Spende statt Weihnachtskarte“.

Scheck-Übergabe im Rahmen der Aktion "Spende statt Weihnachtskarte" an die Kindertagesstätte Haus Löwenzahn in Steinbach (Baden-Baden)

Scheck-Übergabe im Rahmen der Aktion „Spende statt Weihnachtskarte“ an die Kindertagesstätte Haus Löwenzahn in Steinbach (Baden-Baden)

Schöck spendet pro Jahr 10.000 Euro für soziale, karitative Zwecke. Die Summe wird gesplittet: Die Hälfte wird unterjährig an verschiedene kleine Projekte verteilt, die andere Hälfte als große Spende in der Weihnachtszeit vergeben. Die Vorschläge stammen aus den Reihen der Schöck-Mitarbeiter.

Nach meinem Besuch im Haus Löwenzahn habe ich verstanden, was das Besondere an diesem Ort ist. Der sozial- und ökopädagogische Erziehungsansatz und die Arbeitsweise des Trägervereins „Initiative für sozial- und ökopädagogische Erziehung e. V.“ schaffen eine idyllische Atmosphäre für Kinder mit ganz viel Naturerfahrung – sie stellt die Gründerin Bärbel Neumann aber auch täglich vor finanzielle Herausforderungen. Haus Löwenzahn finanziert sich aus Gebühren und kommunalen Zuschüssen, wie andere Einrichtungen auch. Allerdings kommen auf die 13 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren durchschnittlich 3,6 Erzieherinnen. Weil dies um ein Vielfaches höher ist, als in staatlichen Einrichtungen, werden die Betriebskosten durch die genannten Einkünfte nicht gedeckt. Das Minus von 20.000 Euro, das dadurch entsteht, muss anderweitig gedeckt werden. Viel Engagement und Solidarität von ehrenamtlichen Helfern und eine ordentliche Portion Ideenreichtum helfen, die Haushaltskasse zu füllen.

Familiäre Stimmung in der Kindertagesstätte: Das Konzept sieht eine kleine Kindergruppe und einen sozial- und ökopädagogischen Erziehungsansatz vor.

Familiäre Stimmung in der Kindertagesstätte: Das Konzept sieht eine kleine Kindergruppe und einen sozial- und ökopädagogischen Erziehungsansatz vor.

Der Empfang im Haus Löwenzahn war sehr herzlich, ein Teil der Kinder war gerade am Basteln, drei Mädchen waren in der Puppenecke in ihr Spiel vertieft. Dass an diesem Tag Besuch ins Haus stand, darüber hatten die Erzieherinnen mit den Kindern natürlich gesprochen. Als Herr Stürzl und Herr Wild zur offiziellen Spendenübergabe eintrafen, wussten die Kinder bestens Bescheid. Heute gibt es ein Geschenk und das freut nicht nur die Kindertagesstätte, sondern auch die Hühner. Nachdem jahrelang der Marder im Hühnerstall ein- und ausging und etliche Hühner-Generationen diese Besuche mit dem Leben bezahlt hatten, gebietet seit kurzem diesem Gebaren ein sicherer Hühnerstall mit stattlichem Schuppen Einhalt.

Mardersicher: Neuer Hühnerstall mit angrenzenden neuen Schuppen im Garten hinter der Kindertagesstätte. Obstbäume, Wiese, Kaninchen und Hühner – ein Paradies für Kinder.

Mardersicher: Neuer Hühnerstall mit angrenzenden neuen Schuppen im Garten hinter der Kindertagesstätte. Obstbäume, Wiese, Kaninchen und Hühner – ein Paradies für Kinder.

Der Neubau hat allerdings seinen Preis. Trotz viel Eigenleistung einer Papa-Gruppe: Material und Facharbeiterkosten rissen ein großes Loch in die Haushaltskasse. Dieses Loch wird durch die Schöck-Spende gestopft. Von Finanzierungslöchern oder Geldsorgen wissen die Kleinen Gott sei Dank noch nicht viel. Aber von Herzen Danke sagen, das kann niemand inniger als ein Kind. Das „Danke-Lied“ wurde euphorisch gleich zwei Mal gesungen. Die Schöck-Besucher bekamen ein Gegengeschenk, an dem die Hühner wesentlich beteiligt waren, es gab für jeden eine Schachtel Bio-Eier.

Für die Schöck-Besucher gab es ein Gegengeschenk: Bio-Eier von sicheren, glücklichen Hühnern.

Für die Schöck-Besucher gab es ein Gegengeschenk: Bio-Eier von sicheren, glücklichen Hühnern.

5.000 Euro sind für Frau Neumann ein unerwarteter Segen, doch eines ist ganz klar: Alle offenen Posten können durch die Schöck-Spende nicht gedeckt werden. Durch viel ehrenamtliches Engagement – von Eltern und Freunden der Einrichtung, darunter einige Schöck-Kollegen – und durch viel Eigeninitiative und Kreativität wird täglich dafür gekämpft, die kleine Idylle am Laufen zu halten. Wollen Sie sich selbst einen Eindruck verschaffen oder vielleicht mitmachen? Dann schauen Sie auf der Website von Haus Löwenzahn vorbei, Sie werden staunen, wie vielfältig man sich einbringen kann. Momentan läuft die Aktion „Weihnachtliche Geschenkebörse“, reinschauen lohnt sich.

Weil es für Schokoladen-Weihnachtsmänner noch ein bisschen früh war, wie ich fand, gab es für die Kleinen zum Schluss einen Dambedei. Da es aber zwischenzeitlich schon kurz vor Mittag war, beschlossen die Kinder einhellig, die Nascherei für den Nachtisch aufzubewahren. Und während die Schöck-Besucher ihre Mäntel anzogen, lief in der Kindertagesstätte wieder der Alltag an. Töpfe wurden aufgesetzt und die Mädchen gingen wieder in die Puppenecke. Der Gedanke an Mittagessen war mir auch sympathisch, ein gekochtes Ei – da machten auch die Kollegen gerne mit.


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3 Kommentare zu "Aktion „Spende statt Weihnachtskarte“"

Barbara Hirth schreibt am 27. November 2014 um 10:18

Eine prima Sache – das ist Schöck-like!

Marc Lenuweit, Züblin Spezialtiefbau, Berlin schreibt am 3. Dezember 2014 um 11:05

Eine gelungene Aktion für die ich gerne auf eine Weihnachtskarte etc. verzichten kann.

Mit freundlichem Gruß

Marc Lenuweit

Kristin Bischoff schreibt am 9. Dezember 2014 um 10:01

Schöne Aktion – und in diesem Artikel super rübergebracht. Auch selten so nett über Hühner gelesen!

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