Claudia Friedrich

Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei. (Kurt Tucholsky)

Auch wenn es nicht immer gleich so absolut stattfindet, wie Kurt Tucholsky es beschreibt, so erlebt doch jeder von uns häufig die Tücken der Kommunikation.

Insbesondere in Projekten herrscht oftmals eine Art „kommunikativer Ausnahmezustand“: es treffen Menschen aufeinander, die nicht jeden Tag zusammenarbeiten, unter Umständen aus sehr unterschiedlichen Fachabteilungen oder von externen Dienstleistern kommen, verschiedene Denkweisen (und Gehirnwindungen) haben (ich verweise nur auf die Kommunikationsbarrieren zwischen Kaufleuten und Technikern oder IT-lern), eventuell persönliche Ziele verfolgen, unter bestimmten Begriffen unterschiedliche Dinge verstehen und so weiter.

Einige Projekte, wie beispielsweise Umstrukturierungen, können zu signifikanten Veränderungen und somit Stress oder Ablehnung der Betroffenen führen. Hinzu kommen zeitlicher Druck oder gar Verzögerungen sowie organisatorische oder finanzielle Hindernisse.

Dies sind alles Gründe, die zu unklarer oder unsachlicher Kommunikation, Konflikten oder sogar einer Krise führen können.

Eine sachliche, klare und eindeutige Kommunikation im Projektteam und gegenüber allen weiteren Stakeholdern ist also ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Gelingen eines Projektes.

Aus diesem Grund wurde bei Schöck ein internes Trainingskonzept für „Kommunikation im Projektmanagement“ entwickelt, das sich den Themen Teamarbeit, Konflikt und Krisenkommunikation widmet.

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Der Projektleitung fällt bei der Kommunikation, bei Konflikten und Krisen eine zentrale Rolle zu. Sie gibt die Richtung vor, ist (kommunikativer) Dreh- und Angelpunkt eines Projektes und somit auch dafür zuständig, bei allen Beteiligten für Akzeptanz zu werben und den Sinn in den angestrebten Veränderungen aufzuzeigen. Gelingt dies, so öffnen sich Energiequellen, um den oft langen und steinigen Weg der Veränderung durchzuhalten. Daher ist die Schulung insbesondere für die Rolle des Projektleiters konzipiert.

Der zentrale Aspekt des Trainingskonzeptes ist, sich bewusst zu machen, welche Bedeutungsebenen eine kommunikative Aussage überhaupt haben kann. Hierbei hilft das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun. Jede Seite des Kommunikationsquadrates steht für eine Botschaft, die man von sich gibt (ob man will oder nicht): eine Sachinformation, eine Selbstkundgabe, einen Beziehungshinweis und einen Appell. Allein durch dieses Bewusstsein wird Missverständnissen, Unklarheiten und verfehltem Gesprächsaufbau entgegen gewirkt.

Weitere Erkenntnisse und Methoden wie das aktive Zuhören, Maßnahmen zur Leitung von effektiven (!) Meetings, die Auseinandersetzung mit informellen Rollen (die wie in anderen Teams auch in Projektteams vorkommen), die Teamentwicklungsuhr nach Tuckman sowie die Eskalationsstufen eines Konfliktes sollen den Teilnehmern ein umfassendes Verständnis und hilfreiche Lösungsmöglichkeiten zur professionellen Kommunikation in Projekten bieten.

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Das ewige Rätsel der perfekten Kommunikation können wir auch in diesem Seminar nicht lösen. Aber wir können uns trainieren und Konflikte mit Hilfe dieses Wissens schnell(er) eindämmen und idealerweise Krisen vermeiden.

Im Grunde gilt es für nahezu jedes Projekt: im Verlauf können kritische Situationen auftreten. Es kommt darauf an, diese Situationen rechtzeitig zu erkennen und zu lösen.

Viel Erfolg beim professionellen Kommunizieren im Projekt!


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