Matthias Friedmann

Schöck macht eigenen Strom

2011 wurde bei Schöck bereits eine 100 KWP Photovoltaikanlage auf dem Dach einer neuen Produktionshalle installiert – mit welcher seither jährlich ca. 100.000 Kwh eigenen Strom erzeugt wurden, welcher größtenteils direkt am Standort Baden-Baden verbraucht wird. Die Stromerzeugung begrenzte sich damit allerdings weitestgehend auf das Sommerhalbjahr. Durch die Inbetriebnahme eines BHKW’s in der Heizzentrale Ende 2013, ändert sich dies bei Schöck und es kann dann ganzjährig eigener Strom erzeugt werden.

216

217

204

Damit wird der Anteil selbst erzeugten Stromes beträchtlich gesteigert. Die Heizzentrale wurde für die Integration des BHKW‘s komplett umgebaut. Zu den bereits bestehenden Wärmequellen Gaskessel, Holzbrennkessel und der Abwärmenutzung der Druckluft-Kompressoren der Produktion kam neben dem BHKW auch noch ein Wasser-Pufferspeicher mit 10.000 Liter hinzu. Mit all diesen Komponenten und einem Nahwärmenetz, welches ab nächstem Jahr alle Gebäude am Standort mit Wärme versorgen wird, hat Schöck am Standort Baden-Baden ein hochmodernes und innovatives Wärmbereitstellungskonzept geschaffen. Bisher wurde bereits 50% des Wärmeanteils aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt. Zukünftig wird dazu noch ein großer Teil der zweiten 50% Wärme über Kraft-Wärmekopplung erzeugt werden und damit die gesamte CO2-Bilanz der Wärmeerzeugung nochmals beträchtlich verbessert werden.

Nun aber zurück zum BHKW. Was ist das denn eigentlich? BHKW bedeutet Blockheizkraftwerk und ist ganz einfach ein Gasmotor, welcher wie ein Gasbrennkessel Wärme erzeugt, dazu aber noch über einen Generator zusätzlich Strom. Damit ist er als Gesamtsystem hochinnovativ und effizient. Bei voller Leistung erzeugt das BHKW bei Schöck eine elektrische Leistung von 240 KW. Das ergibt bei einer Laufzeit von 24 Stunden 5.760 Kwh. Und damit bereits an einem Tag mehr als ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt pro Jahr an Strom verbraucht.

Das BHKW wird bei Schöck nur im Winterhalbjahr in Betrieb sein, weil nur in dieser Zeit eine ausreichende Wärmeabnahme besteht, welche für den Betrieb notwendig ist. Schöck wird mit der Anlage pro Jahr ca. 600-700.000 Kwh eigenen Strom erzeugen und über die gesamte Laufzeit von 15 Jahren eine Betriebskostenersparnis von über 1 Mio. Euro erwirtschaften. Damit reduziert Schöck nachhaltig seine Fixkosten und tut gleichzeitig auch noch etwas für die Umwelt und die Wirtschaftsregion Baden.

Der BHKW-Hersteller ist die Firma Schleif vom Baden-Airpark, die Heizungsinstallationen führte die Firma Ga-Tec aus Baden-Baden durch und die Planung des Projektes führte die Firma Solares Bauen aus Freiburg durch.

Mit dem BHKW hat Schöck einen weiteren Schritt in Richtung klimaschonende Produktion klimaschonender Produkte gemacht. Damit leistet Schöck einen großen Beitrag zum Ausbau der regenerativen Energien in der Region und zur Entlastung die Stromnetze.

Über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen zum Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz bei Schöck, freue ich mich sehr.


  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen