Werner Hein

Schallschutz­­treppe neu hat das Rennen gewonnen

Am frühen Morgen ging’s los zur Baustelle Mehrfamilienhaus Uhustraße in Stuttgart. Geplant war dort ein Vergleich von Zeiten zum Anbringen von Schöck Tronsole® zur Schallschutztreppe. Gemessen werden sollten die vorhandenen Produkte im Vergleich zur verbesserten Generation Schöck Tronsole®. Zwei gleiche Treppenläufe sollten nach dem vorhandenen System und nach neuer Generation einbaufertig als Schallschutztreppe mit Tronsole® Typ F und Typ L beklebt werden.

Los ging’s mit dem ersten Lauf, den zwei erfahrene Bauhandwerker des Bauunternehmens Gottlob Rommel Stuttgart bearbeiteten. Dazu trugen die Werker Silikonraupen auf und verklebten damit die Fugenplatten auf einer Laufseite und die Tronsole® F an den Konsolausbildungen von An- und Austritt.

Erster Lauf: ein Werker von der Bauunternehmung Rommel beim Aufbringen der Silikonraupen zum Verkleben der Fugenplatten.

Erster Lauf: ein Werker von der Bauunternehmung Rommel beim Aufbringen der Silikonraupen zum Verkleben der Fugenplatten.

Die Stoppuhr von Harald Krell zeigte 17 Minuten, als Treppe 1 einbaufertig auf der Decke lag. Zwei Werker à 17 Minuten bedeutet einen Arbeitszeitbedarf von 34 Minuten für diese Treppe.

Die fertig beklebte Schallschutztreppe wird eingefahren.

Die fertig beklebte Schallschutztreppe wird eingefahren.

Jetzt waren wir von Schöck an der Reihe, den 2. Lauf mit den gleichen Produkten der neuen Generation an den analogen Positionen zu bekleben. Mit der neuen Beklebung der Fugenplatte L und der Tronsole® Typ F hatten wir uns gute Chancen ausgerechnet, die Verklebezeiten von Lauf 1 zu unterbieten. Die Fugenplatte L bestückt mit 2,5 cm breiten Klebestreifen, im Wechsel mit 2,5 cm breiten Leerstreifen klebt besser als eine vollflächig beklebte Platte. Das wussten wir schon aus einigen Klebeversuchen. Auch bei der Tronsole® Typ F hatten wir nach langen Versuchen die richtigen Klebestreifen gefunden. Aber klappt das auch unter den prüfenden Blicken von Herrn Matkovic, dem Polier der Baustelle unter den vorhandenen Bedingungen? Denn diese waren alles andere als günstig. 6 °C Außentemperatur, Luftfeuchte nahe 100% und ein Lauf, der am Vortag im Regen lag. Da war uns dann doch etwas bange.

Los ging’s und auch wir von Schöck schickten 2 Männer ins Rennen. Albrecht Späth, Einbaumeister und mich, eher Theoretiker. Die Fugenplatten wurden an der Unterkante einer Laufseite ausgerichtet. Dann kam ein Cutter zum Einsatz, der die Abdeckfolie im Verlauf von Steigung und Auftritt durchtrennte. Nun konnte der untere Teil der Abdeckfolie abgezogen und die Fugenplatten fest an den Lauf gedrückt werden. Bei der neuen Tronsole® F wurden die Abdeckfolien mittels Abnehmer abgezogen und an die Konsolausbildungen des Laufs gedrückt. Fertig, Harald Krell stoppte bei 6 und eine halbe Minute. Das bedeutet eine Arbeitszeit von 13 Minuten für diese Treppe. Mit dem neuen System hatten wir 21 Minuten Arbeitszeit und eine Kartusche Silikonkleber eingespart. Ein Klasse Ergebnis! Selbst unter diesen widrigen Bedingungen hat alles gut gehalten.

Lauf 2: Werner Hein beim Anbringen der neuen Fugenplatten in Rekordzeit.

Lauf 2: Werner Hein beim Anbringen der neuen Fugenplatten in Rekordzeit.

Am gleichen Abend fand die Jahresversammlung der Bauleiter und Poliere des Bauunternehmens Rommel in der Unternehmenszentrale in Stuttgart statt. Oberbauleiter, Herr Klotz gab uns ein Zeitfenster von 20 Minuten, um unser neues Produktprogramm Schöck Tronsole® vorzustellen. Pünktlich um 20:30 Uhr ging es los mit dem aus dem Bauch gehaltenen Vortrag zu den Vorteilen unserer neuen Tronsole®. Dieser Vortrag endete mit nur 2 Minuten Überziehung und viel Applaus für unsere Produkte. Herr Matkovic bestätigte vor seinen 82 Polier- und Bauleiterkollegen das Ergebnis des Zeitvergleichs vom Vormittag in der Uhu Straße.

Ein langer, anstrengender aber sehr effizienter Arbeitstag ging zu Ende. Mit einem richtig guten Gefühl gehen wir jetzt in die Markteinführung unserer neuen Tronsole®-Generation.


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5 Kommentare zu "Schallschutz­­treppe neu hat das Rennen gewonnen"

Hanaa schreibt am 16. Dezember 2013 um 08:40

Tolles Ergebnis, super gemacht, weiter so!

Christoph Meul schreibt am 16. Dezember 2013 um 10:08

Guter Bericht – der wird uns PI’s sicherlich noch das ein oder andere Mal bei der Markteinführung beim Planer sehr gut weiterhelfen, vielen Dank!

Diana Abel schreibt am 16. Dezember 2013 um 15:14

Sehr erfreulich, dass die neue Tronsole Typ L auch bei solchen widrigen Wetterbedingungen perfekt funktioniert hat. Da kann ja der nächste Winter für das neue Tronsole Programm kommen.
Herzlichen Dank für den tollen Bericht!

Claus B. schreibt am 17. Dezember 2013 um 19:20

Ein sachlich guter Bericht der einem nicht „profesionellen“ Treppenbauer die Leistungen der Statiker und Bauingeneure klar rüberbringt.

Gabriele Dittrich schreibt am 17. Dezember 2013 um 22:03

Ein sehr guter Bericht über ein zukunftweisendes Produkt. Hoffentlich werden viele Treppenhäuser mit der Trittschalldämmung versehen!

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