Cornelia Kaltenbach

Historische Stern(schalen)­­stunde

Ob die Zukunft in den Sternen liegt, darüber kann ich nur spekulieren. Was ich beweisen kann: Die Vergangenheit tut es unter Garantie. Und manchmal fallen einem die Perlen der Firmenhistorie quasi vor die Füße. In Sternform. Genug der nebulösen Andeutungen, beginnen wir von vorne und zwar in den 1970er Jahren.

Ein kurzer Schlenker in die Firmenhistorie
Seit Kurzem kann man vor Gebäude A eine sogenannte „Sternschale“ aus Beton bewundern. Seit ich dieses Monument der Firmenhistorie eher verwaist, als gewürdigt, auf dem Mitarbeiterparkplatz entdeckt habe, sehe ich Pflanzkübel aller Art mit anderen Augen. Beruflich bedingt kenne ich mich mit der Firmenhistorie etwas aus. Ich habe schon etliche Gruppen durch unser Museum geschleust und erzähle den Besuchern natürlich auch von unseren Anfängen. 1962 hat Eberhard Schöck das Unternehmen „Schöck Bautrupp“ gegründet. 1967 folgte, als zweites Standbein, die Schöck Betonelemente GmbH. Na, dämmert‘s? Produziert wurden z. B. Pflanzschalen in Sternform. Und was entdecke ich auf dem Personalparkplatz? Bingo, eine Sternschale. Von der Natur kreativ bepflanzt, fristete sie in einer Ecke ihr unscheinbares Dasein.

Stern 1

Sternschale in neuem Glanz
Die Idee, dieser Perle der Firmengeschichte zu neuem Glanz zu verhelfen, fand beim Team um Lothar Busch sofort Anklang. Und da zeigt sich mal wieder: Das Wort ist kräftig, aber Sternschalen bewegen kann es nicht. Was wäre ich ohne die Muskel- und Tatkraft von Viktor Weis und Co.? In einem Siegeszug der Historie kam er samt rotem Gabelstapler angefahren und nahm die Sternschale auf die Hörner. Der Staub der vergangenen Jahre wurde abgewaschen und blitzblank wurde die Sternschale an ihrem neuen, würdigen Platz positioniert.

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Das Tüpfelchen auf dem i
Die Bepflanzung der Außenanlage ist mittlerweile abgeschlossen, natürlich sollte auch die neue Planzschale vor dem Haupteingang ihren Naturlook gegen etwas Geziemteres eintauschen. Ich gebe zu, als ich um eine weihnachtliche Deko, so mit allem Drum und Dran gebeten habe – ja, da dachte ich: „Na, ob die Männer diesen Wunsch nachvollziehen können?“ Oh, pure Blasphemie, ich gelobe Besserung. Unser Gärtner (männlich) hat bewiesen, dass Deko keine Frauendomäne ist. Er hat unserer Sternschale zu einem Stern verholfen, der sich gewaschen hat. Ich finde, es ist sehr stylisch geworden und bin hochzufrieden. Das kleine Schild neben der Sternschale sorgt übrigens mehr dafür, dass ab jetzt jeder weiß: Hier steht kein schnöder Betonkübel, hier glänzt Firmengeschichte.

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1 Kommentar zu "Historische Stern(schalen)­­stunde"

jens Neumann schreibt am 13. Dezember 2013 um 22:16

Hallo,
Ich habe mir das heute mal in einer Pause angeschaut, ..einfach top, Klasse, mit solchen offenen Augen durch die „alte Schöck Welt“ zu gehen und dabei diese herrlichen Details entdecken!
Danke, auch Geschichte hat ihren Wert !
Grüsse aus Colonia

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