Jens Neumann

Der Schöck Isokorb® R als Problemlöser im Schadensfall

Auf einer Baustelle in Bergisch Gladbach bei Köln wurde ein Vordach als Fertigteil mit Schöck Isokorb® eingebaut. Allerdings wurde die Bewehrung am Fertigteil an einer statisch sehr heiklen Stelle beschädigt.

Vor allem die Werte für die Zug- und Druckkräfte waren überschritten, die Querkräfte konnten durch die verbliebenen Querkraftstäbe aufgenommen werden.

Es gab nur zwei Möglichkeiten: die Platte verschrotten oder sanieren.

Eine Rücksprache mit dem Tragwerksplaner und die Vorstellung des neuen Systems Schöck Isokorb® RK 45 brachte für den Bauunternehmer ein positives Ergebnis.

Der Planer wählte ein Sonderteil, abgeleitet vom RK 45.

Hier mit 3 Drucklagern und 3 x 12er separat einzubauender Zugstäbe.

Wir trennten das beschädigte Teilstück des Isokorb® (ca. 40 cm) vom Betonfertigteil ab.

Sonderlösung mit RK 45 1

Sonderlösung mit RK45  2

Dann wurden die nötigen Löcher gebohrt und die Stäbe mit Hilti Hit RE 500 eingeklebt, natürlich von einem Fachmann des Fertigteilwerkes mit Hilti Hit Zertifikat.

Anschließend wurden die Druckbereiche mit dem flüssigen Mörtel Pagel kraftschlüssig vergossen und somit konnten auch die Druckkräfte kraftschlüssig übertragen werden.

Sonderlösung mit RK45  3

Sonderlösung mit RK45   4

Also, wenn mal was „in die Hose geht“: nicht gleich alles abreißen, es geht auch anders.

Grüße aus Köln, Euer Einbaumeister West


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3 Kommentare zu "Der Schöck Isokorb® R als Problemlöser im Schadensfall"

Markus Heck schreibt am 4. Dezember 2013 um 16:36

Hallo Jens,
super Idee mit dem Sonderteil und klasse Fotos.
Danke für den Bericht!!

Detlef Leißner schreibt am 4. Dezember 2013 um 17:44

Coole Idee, Beschädigungen am Isokorb lassen sich somit fast bei jedem Balkon nacharbeiten. Wenn der Statiker sein ok gibt und technische Voraussetzungen da sind,wird diese Form der Renovierung sicher noch häufiger vorkommen.
Klasse

Torben B. schreibt am 19. März 2015 um 16:22

Die Idee ist super. Leider habe ich schlechte Erfahrungen gemacht mit Baumeistern, die das Einkleben sehr minderwertig ausführen.

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