Sabrina Friedmann

Willkommene Abwechslung zum Schulalltag: Selbstanpacken inklusive!

„Am besten hat mir gefallen, dass wir auch selbst etwas machen durften.“ So die Aussage eines Schülers am Ende des Besuchstages. Nun stellen Sie sich sicherlich die Frage, was haben denn Schüler bei Schöck zu suchen, woher kommen diese und die bestimmt spannendere Frage, was genau durften die Schüler denn selbst machen?

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Nun, eins nach dem anderen. Einmal im Jahr ermöglicht das Technische Gymnasium Bühl ihrer Eingangsklasse der Profile „Technik und Management“ und „Umwelttechnik“ den Einblick in das Industrieunternehmen Schöck. Da so ein Tag bei einem Unternehmen immer eine willkommene Abwechslung ist, hat die jährliche Exkursion zu Schöck mittlerweile schon Tradition. Auch für mich wird dieser Werkbesuch mittlerweile zur Tradition. Schon zum zweiten Mal war ich mit der Organisation dieses Tages beauftragt.

Natürlich gehört zu so einem Besuch immer auch die Vorstellung des Unternehmens. Wer von uns kann sich nicht mehr daran erinnern, wie so etwas üblicherweise abläuft? Beamer an, Powerpoint-Präsentation rein und stundenlange Vorträge. Zielgruppenspezifische Präsentation mit Einbeziehung der Schüler? Häufig Fehlanzeige!

Genau das gibt es bei uns aber nicht. Wir machen das anders! Um gleich zu Beginn zu zeigen, dass der Tag nicht so verläuft, wie es die Jugendlichen wohl befürchtet hatten, starteten wir mit der etwas anderen Art, das Unternehmen vorzustellen: Im eigenen Schöck Museum mit einem interaktiven Rundgang, geleitet von einer hausinternen Auszubildenden und einem DH-Studenten.

Unternehmensvorstellung mal anders

Unternehmensvorstellung mal anders

Um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick zu geben, wie es nach dem TG weitergehen könnte, wurden u.a. der Beruf der CAD-/Techn. Zeichnerin sowie die Tätigkeitsfelder einer Bauingenieurin vorgestellt. Die 28 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer Hr. Nonnenmacher und Hr. Gassner lauschten auch sehr interessiert dem Vortrag von Alexander Hettler „Vom TG bis heute bei der Firma Schöck“. Durch seine lebendige Erzählung machte er der Gruppe klar, dass ein Lebenslauf nicht immer so geradlinig verläuft, wie man es oft vermutet und wie er über diverse Stationen, gewisse Zufälle und einem Fünkchen Glück zu Schöck kam.

Nun ist aber immer noch die Frage offen, was genau die jungen Besucher „selbst machen durften“. Begonnen hat dies mit einer Führung durch die Produktion. Da gibt es viel zu sehen: Funken fliegen bei den riesigen Schweißmaschinen, Stahl kracht im Qualitätslabor und nicht zuletzt die Montage der Isokörbe®  durch die Produktionsmitarbeiter. Hier kamen dann die Schüler ins Spiel: Einmal von den Mitarbeitern vorgemacht hieß es „Freiwillige vor“, Schutzkleidung anziehen und unter Aufsicht der Fachkräfte „selber machen“.

Vorbereitung Isokorb®-Unterteil

Oberteil-Zusammenbau Isokorb®

Oberteil-Zusammenbau Isokorb®

Vorbereitung Isokorb®-Unterteil

Zusammenführung von Ober- und Unterteil des Schöck Isokorb®

Zusammenführung von Ober- und Unterteil des Schöck Isokorb®

 

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Je Isokorb® wurden zwei Helfer benötigt, die an zwei Arbeitsstationen gleichzeitig Ober- sowie Unterteil vormontiert und letztlich zusammengeführt haben.

Eine schnelle Erkenntnis war: „Das ist gar nicht so einfach, wie es im ersten Moment aussieht.“ Die interessantere Frage hingegen war jedoch, ob diese von den Schülern zusammengebauten Isokörbe®  trotzdem auch verkauft werden. „Selbstverständlich, was denkt ihr denn? Die werden ja unter fachkundiger Aufsicht montiert und im Anschluss natürlich noch einmal gründlich durchgeprüft.“, antwortete Ibrahim Atmaca, der Vorarbeiter der Endmontage. Damit hätten die meisten wohl nicht gerechnet.

Damit der Tag bei den Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleibt, ließen wir es uns  natürlich nicht nehmen, noch ein paar nützliche Geschenke zu verteilen: Geodreiecke, Kugelschreiber und natürlich noch Gummibärchen als Nervennahrung. Mit den Worten „Vielen herzlichen Dank nochmal sowohl im Namen der Schüler wie auch von uns Lehrern für den ereignisreichen Tag. Wir würden nächstes Jahr gerne wieder kommen.“ verabschiedete sich Herr Gassner.

Mein Fazit: Rundum gelungener Tag, tolle Eindrücke auch für alle Beteiligten von Schöck und nächstes Jahr selbstverständlich sehr gerne wieder!


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