Cornelia Kaltenbach

Von Männern, Feuerwerkskörpern und anderen Raketen

Neues Jahr, neues Glück, neuer Kalender: Obwohl ich mein iPhone heiß und innig liebe, halte ich an einer alten Tradition fest: Auch für das Jahr 2013 habe ich wieder einen Pocket-Kalender gekauft. Immer am 31. Dezember trage ich alle Geburtstage ein und markiere die Feiertage. Dabei stolpert man unwillkürlich über verschiedene Welt- und Aktionstage, z. B. den Weltmännertag. Den gibt es seit dem Jahr 2000 und er wird jährlich am 03. November begangen. Wenn Sie mich fragen – ich hätte ihn auf den 31. Dezember gelegt. Warum? Wer zwischen Weihnachten und Silvester beobachtet, was Männer mit leuchtenden Augen an der Kasse aufs Band legen und wer in der Silvesternacht in den Himmel schaut, der weiß warum. Raketen, Böller, Knallfrösche – alles was Funken schlägt, raucht und Krach macht, lässt das Männerherz an Silvester in der stolzgeschwellten Brust vor Freude hüpfen. Ich persönlich genieße das Feuerwerk auch. Ich habe aber nicht das geringste Verlangen, selbst ein Streichholz an eine Lunte zu halten. Verstehen Sie den Unterschied?

So sicher wie die Neujahrsansprache des Staatsoberhauptes, so sicher laufen am 01. Januar im Fernsehen auch Berichte über Unfälle und Wohnungsbrände, die in der Silvesternacht durch Feuerwerkskörper verursacht wurden. Für den Nachrichtensprecher waren die Bilder eines lichterloh brennenden Einfamilienhauses dieses Jahr eine mehr als plakative Überleitung zur neuen Rauchmelderpflicht in Bayern. Gesetze zur Rauchmelderpflicht in Privathaushalten gibt es inzwischen in etlichen deutschen Bundesländern. Nicht um die Bürger zu gängeln. Jährlich gibt es rund 500 Brandtote, 5.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Milliarde Euro Brandschäden im Privatbereich. Nur der laute Alarm eines Rauchmelders kann Sie bei einem Brand rechtzeitig wachrütteln, der Geruchssinn ist im Schlaf nämlich ausgeschaltet. Rauchmelder könnte man also mit Fug und Recht als eine wahre Rakete in Sachen Sicherheit bezeichnen. Was die Dinger drauf haben, ist doch wirklich ein Knaller. Rauchmelder retten Leben.

© www.rauchmelder-lebensretter.de

Apropos Sicherheit. Um auf Nummer sicher zu gehen, möchte ich noch einmal auf den Weltmännertag zurückkommen. Sorry Jungs, bevor ihr euch jetzt auf einen zweiten Vatertag freut – der Weltmännertag wurde eingeführt, um das Gesundheitsbewusstsein des Mannes zu stärken. Es erwartet euch also eher Brokkoli und Fitnessstudio, als Party und Feuerwerk.

Auf nationalem Parkett gibt es allerdings einen Aktionstag, der wirklich etwas mit Rauch und Feuer zu tun hat. Immer am Freitag, den 13. istmRauchmeldertag. Ein Blick in den Kalender verrät, dass es den nächsten erst im September gibt. Auch wenn es vorher hoffentlich nicht brennt, die guten Vorsätze, die wir in der Silvesternacht gefasst haben, gehen bis September bestimmt in Schall und Rauch auf. Und wie heißt es so schön? Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Dann doch lieber ab in die Stadt, Rauchmelder besorgen und sich zu Hause als Held des Tages feiern lassen. Oder als Heldin. Sicherheit ist ja nicht nur etwas, das Männer angeht.


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1 Kommentar zu "Von Männern, Feuerwerkskörpern und anderen Raketen"
Ralf Schaff schreibt am 14. Oktober 2014 um 10:31

Hallo liebe Kollegen, anbei zwei Links zur Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg, die Übergangsfrist endet am 31.12.2014.

Die Rauchmelder mit Batterien (Billigprodukte) sind allerdings mit Vorsicht zu Betrachten.

Es sind sehr viele Billig-Rauchmelder auf dem Markt, die eine hohe Störanfälligkeit aufweisen und die Batterien in relativ kurzen Zeitabständen gewechselt werden müssen.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Gruß Ralf Schaff
Gebäudemanagement

http://www.zuhause.de/rauchmelder-pflicht-diese-bundeslaender-schreiben-rauchmelder-vor/id_49486830/index

http://www.zuhause.de/rauchmelder-kaufen-und-richtig-anbringen/id_68911678/index

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