Claudia Lemmel

Kennen Sie Herrn Haselwander?

Im November letzten Jahres überraschte mich Claudia Kriegeskorte mit der freudigen Nachricht, dass Ihre Abschlussarbeit mit dem Haselwanderpreis geehrt würde und sie mich zur feierlichen Übergabe am 30.11.12 an der Hochschule Offenburg einlädt.

Sie erinnern sich? Claudia Kriegeskorte hat für uns im Rahmen ihrer Bachelorarbeit, welche ich betreut habe, ein Konzept zum Thema Suchmaschinenmarketing erarbeitet. Das Thema Suchmaschinenoptimierung hat sie auch hier im Blog vorgestellt: Das Hokus-Pokus der Suchmaschinenoptimierung und Social SEO – Was ist das schon wieder!?

Inzwischen hat Claudia ihre Bachelorarbeit und ihr Studium abgeschlossen. Für ihre Bachelorarbeit erhielt sie eine glatte 1,0 – und eine Einladung zur jährlichen Preisverleihung der Jahrgangsbesten an der Hochschule Offenburg, mit Übergabe des besagten Haselwanderpreises.

Voller Neugier und Vorfreude machte ich mich am 30.11. auf den Weg nach Offenburg. Im großen Kinosaal der Hochschule Offenburg versammelten sich die 24 Absolventen, die in ihrem Studiengang 2012 die besten Studienabschlüsse erzielt hatten, mitsamt ihrer stolzen Eltern, Geschwistern und Freunden. Ein Hauch von Oscarverleihung lag in der Luft.

15 Unternehmen und Verbände aus der Region stifteten Preise. Das bedeutete 15 interessante, teilweise kuriose Unternehmensvorstellungen. Bald sollte sich für mich das Geheimnis um Herrn Haselwander lüften. Ein Vertreter des Elektrizitätswerkes Mittelbaden ging in seiner Preisrede kurz auf die Leistungen von Claudia ein, bevor er dann zu einem Vortrag über Herrn Haselwander anhob.

Friedrich August Haselwander wurde am 18.10.1859 in Offenburg geboren und war ein begnadeter Tüftler, wie es so viele im Schwarzwald gibt. Schon als junger Student hatte er bereits einige Patente zu elektrischen Erfindungen angemeldet. Seine bedeutendste Erfindung war die Drehstrom-Synchronmaschine.

Leider wurde ihm das Patent für diese bahnbrechende Erfindung streitig gemacht, so dass er Zeit seines Lebens nie den Ruhm dafür genießen konnte. Inzwischen wird der „Edison aus Offenburg“ wieder mehr gewürdigt. Ehre, wem Ehre gebührt.

Und so bekam Claudia neben einem Preisgeld und einer Urkunde auch eine CD mit vielen Informationen zu Friedrich August Haselwander auf ihren weiteren Lebensweg mit. Sozusagen als letzte Erinnerung an die Hochschule und die Wissenschaft, die uns die Freude am Erkenntnisgewinn verschafft.

Vielen Dank, Claudia, für die Einladung und den schönen Abend, bei dem ich nicht nur Deine Familie kennengelernt habe, sondern auch wieder viel Neues gelernt habe!


  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen