Susanne Hoffmann-Ockenga

Die Spannung steigt – Russland ich komme

In wenigen Tagen fliege ich nach Moskau, zum ersten Mal in diesem Leben. Vor Jahren – in Zeiten der Suche nach mir selber – war ich mal bei jemandem, die mir sagte, dass eines meiner früheren Leben in Russland gespielt habe. Damals ein sehr armes und trauriges Leben, welches mit einem Hungertod endete.

Es ist für mich ein Abenteuer, dieses große Land bzw. die Stadt Moskau kennenzulernen. Ein Abenteuer, vor dem ich auch Respekt habe. Respekt, der aus einer Zeit kommt, als ich mit meiner Familie als kleines Kind in die DDR einreiste (mein Vater ist aus Ost-Berlin). Ich bekomme auch heute noch eine Gänsehaut, wenn ich an die Grenzübertritte denke. Diese unglaubliche Angst, wenn unser Auto von den Grenzbeamten inspiziert wurde, die meiner Mutter die Freizeit Revue und das Goldene Blatt abnahmen, die mir schlaflose Nächte bereiteten, weil ich immer damit rechnete, dass man mich nie mehr ausreisen lassen würde. Stundenlang mussten meine Schwestern und ich auf den Ämtern in Ost-Berlin ausharren, dass man uns eine Aufenthaltsgenehmigung ausstellte, und das nur weil mein Vater seine Berliner Cousine einmal im Jahr besuchen wollte.

Die Cousine Marianne ist mir dagegen in bester Erinnerung. Sie hatte immer ein Dutzend Katzen, die ich über alles liebte und die meinen Vater zur Weißglut brachten. Ich fand das herrlich, genauso wie die Soßen von Marianne‘s Mann Günther. Der konnte grillen!

Mit diesem positiven Gedanken ans Essen schließe ich für heute. Visum ist da, Flug und Hotel sind gebucht, Russland ich komme.

Die Spannung steigt bei

Susanne Hoffmann-Ockenga


Tags:
  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen