Martin Lamprecht

Erste Hochhaus­sanierung zum Passivhausstandard weltweit in Freiburg

Thermische Trennung der nachträglichen Balkone durch spezielle Schöck Isokorb®-Variante für Brüstungen/Wandscheiben

Schöck wurde von der renommierten Fachzeitschrift Metamorphose -Bauen im Bestand- eingeladen, vor Ort (Freiburg, Bugginger Str. 50) vor ca. 80 Architekten aus ganz Baden-Württemberg die innovative thermische Trennung der Balkone vorzustellen, welche beim „Buggi“ zum Einsatz kam. Die Erläuterung der Produkt-Lösung sowie des Einbaus des Schöck Isokorb® und den anschließenden Vortrag (hier herunterladen) machte ich (Strategische Projekte) mit Unterstützung von Patricia Sulzbach (Internationales Produktmanagement).

Das zum Passivhaus-Standard sanierte Hochhaus in Freiburg, wohl derzeit eines der bekanntesten Gebäude in Deutschland

Schöck Isokorb® bereits in die Brüstungen der neuen nachträglich montierten Fertigteilbalkone integriert; ein wesentlicher Bestandteil, den Passivhausstandard realisieren zu können

Thermographien zeigten die bauphysikalische Effizienz der Schöck Isokörbe, keine Wärmeverluste erkennbar.

Die Balkone bleiben auch bei Beheizung des Gebäudes komplett kalt (dunkelblaue Farbe).

Ich während meines Vortrags vor ca. 80 Architekten

Die Referenten vorm „Buggi“ in Freiburg
v.l.n.r.: Patricia Sulzbach (Schöck) , ich (Schöck), Markus Löw (Fensterfirma Kneer)

 

Folgender Text ist von Christian Schönwetter; Chefredakteur Fachzeitschrift Metamorphose -Bauen im Bestand-

Volles (Passiv-)Haus

„Metamorphose vor Ort“ gut besucht

80 statt 30 – so lässt sich der Andrang bei der Besichtigung des weltweit ersten Passivhaus-Wohnturms im Bestand zusammenfassen. Die Metamorphose-Redaktion hatte ihre Leser eingeladen, das Freiburger Hochhaus „Bugginger Straße“ vor Ort auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Teilnehmerzahl an der Architekturführung war eigentlich auf 30 begrenzt, doch 80 Personen hatten sich angemeldet. Um den Ansturm bewältigen zu können, fanden statt einer gleich zwei Führungen statt.

Projektarchitektin Bräu von der städtischen Wohnbaugesellschaft Freiburger Stadtbau GmbH FSB stellte die Geschichte des Umbaus im Detail vor. Durch geschicktes Umorganisieren der Grundrisse ist es gelungen, die ehemals sehr großen Wohnungen zu verkleinern und 45 zusätzliche Apartments im Gebäude unterzubringen. Dadurch ließ sich vermeiden, dass durch die Passivhaussanierung die Mieten deutlich steigen. Den Nutzern steht nun trotz Neubaustandard preiswerter Wohnraum im angestammten Stadtteil zur Verfügung – der Umbau ist also nicht nur in energetischer, sondern auch in sozialer Hinsicht nachhaltig.

Mit welchen technischen Lösungen das Passivhausniveau erreicht wurde, ließ sich unter anderem bei einem Blick in die Technikzentrale unter dem Dach nachvollziehen. Da in den Wohnungen jeder Raum an die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung angeschlossen ist, mussten rund 20 Steigleitungen eingebaut werden, die im obersten Geschoss zusammenlaufen. Einige weitere Passivhaushauskomponenten stellten die Hersteller selbst vor: Kneer Südfenster demonstrierte Details seiner hochwärmedämmenden Dreifachverglasung und Martin Lamprecht von Schöck erläuterte, wie vor Ort die neuen Balkone wärmebrückenfrei über die Brüstung an das Gebäude gehängt wurden. Eine Fragerunde bei einem kleinen Snack schloss die Besichtigung ab.


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