Claudia Kriegeskorte

Social SEO − Was ist das schon wieder!?

Um die Arbeit der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), die Thema meiner Abschlussarbeit ist, ausführlicher zu erklären, möchte ich nun mit einem weiteren Blog-Beitrag auf den Zusammenhang von SEO und Social Media eingehen.

Social Media ist in aller Munde und es vergeht nahezu kein Tag, an dem man nichts von Facebook, Twitter & Co. in den Nachrichten oder Klatsch-und-Tratsch-News zu hören bekommt. Wer heute noch nicht auf Facebook angemeldet ist, ist fast schon ein Außenseiter oder bekommt oft einfach nicht mit, was im Bekanntenkreis gerade aktuell ist. Auf jeder halbwegs modernen Internetseite sind neben diversen Inhalten (Beiträgen, Videos, etc.) außerdem Social Bookmark-Links, Facebook-Likes und seit vergangenem Jahr nun auch Google +1-Buttons integriert und in E-Mail Signaturen von Geschäftspartnern sind nicht mehr nur die Firmen-, E-Mail- und Webadresse des Unternehmens genannt, sondern auch die Profilseiten diverser Sozialer Netzwerke.

Aber warum das Ganze?

Klar, zum einen besteht auch für Unternehmen ein gewisser Gruppenzwang: Was andere machen, insbesondere der Wettbewerber, will ich selbst auch. Zusätzlich erhöht die Präsenz in sämtlichen Netzwerken auch die Wahrnehmung des Unternehmens durch die Bevölkerung, welche sich schließlich zu einem Großteil auf genau diesen Plattformen aufhält. Um damit allerdings auch wirklich erfolgreich zu sein, hilft die reine Präsenz nicht weiter. Stattdessen muss man ununterbrochen aktiv sein und ständig News und interessante Informationen über die gegebenen Kanäle kommunizieren, die die Zielgruppe auch tatsächlich interessieren – besser noch begeistern und neugierig machen. Das fordert eine ständige Kreativität und eine durchdachte Strategie. Ziel ist es schließlich einen Kontakt herzustellen, der nicht nur auf der einseitigen Informationslieferung von Seiten des Unternehmens besteht, sondern Reaktionen der Nutzer erbringt. Denn nur dann ist Social Media als Kundenbindungsmaßnahme erfolgreich.

Jetzt ist allerdings noch die Frage nach dem Zusammenhang mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung ungeklärt. Ein weiter Nutzen von erfolgreichen Social Media-Aktivitäten ist nämlich der positive Einfluss auf die SEO.

Wie ich schon in meinem ersten Beitrag erklärt habe, ändern sich die Ranking-Faktoren und ihre Gewichtung für die Reihenfolge der Suchergebnisse in Suchmaschinen ständig. Derartige kleine Updates werden nahezu täglich von Google durchgeführt. Große Updates, welche das Ranking sehr stark beeinflussen, werden dagegen weit seltener durchführt. Zuletzt hat 2011, das sogenannte Panda Update, für eine derart große Veränderung der Kriterien und damit für viel Unruhe gesorgt. In den vergangenen Jahren sank die Qualität der Suchergebnisse stetig. An Webseiten wurden vermehrt Manipulationen vorgenommen, wodurch diese bei Suchanfragen ganz nach oben gebracht wurden, ohne dass diese zum Teil thematisch mit der Suchanfrage in Verbindung standen – ganz nach dem Motto: Hauptsache gelistet – egal auf welche Methode und egal zu welcher Suchanfrage. Der Nutzer stand damit nicht mehr im Zentrum der SEO-Aktivitäten. Das Panda Update war die entsprechende Reaktion von Google. Betrügerisch handelnde Suchmaschinenoptimierer und qualitativ minderwertige Seiten sollen dadurch abgestraft werden. Das neue Motto ist demnach: „Good Content is King“. Die Ordnung der Suchergebnisse erfolgt dabei nach der Relevanz für den Nutzer. Um diese beurteilen zu können, orientiert sich Google am Nutzungsverhalten und an Empfehlungen der Internet- und Suchmaschinennutzer. Vereinfacht gesagt bewertet Google nun jene Seiten besser, die oft und von vielen Nutzern besucht werden, die regelmäßig vom Betreiber aktualisiert werden und auf denen Interaktionen (z.B. Klicks) oder Feedback (z.B. Kommentare) durch den Nutzer stattfinden. Solche Seiten bieten dem Besucher offensichtlich stets neue und interessante Informationen. Da man schließlich aber auch einmal aus Versehen auf eine Seite klickt oder eine Seite zwar bewusst auswählt, diese aber später ohne einen Mehrwert wieder verlässt, sind neben Besucherzahlen und Klickraten, besonders Empfehlungen ein wichtiges Relevanz-Indiz für Suchmaschinen. Die Idee kommt dabei aus dem reellen Leben: Mundpropaganda, also Empfehlungen von Freunden und Bekannten, denen man vertraut, haben den wertvollsten Werbeeffekt. Online wird dies durch die als nervend erscheinenden Facebook Shares und Likes, Twitter Tweets und Google +1-Bewertungen realisiert. Diese verlinken jeweils auf die entsprechende Webseite oder einen konkreten Inhalt, der von dieser Bewertung profitiert.

Der Zusammenhang sollte jetzt schon deutlich sein: Ziel eines Unternehmens sind intensive und erfolgreiche Social Media-Aktivitäten, die die Nutzer und am besten die Zielgruppe ansprechen und derart begeistern, dass diese als Fan (und damit möglichen Interessenten und später Kunden) gewonnen werden können. Dabei sollen diese Fans ausreichend überzeugt werden, um eine Aktion oder Neuigkeit weiterzuempfehlen um damit wiederum auch die Sichtbarkeit der Unternehmenswebseite in den Suchmaschinen – insbesondere Google – zu erhöhen!

Der Begriff „Social SEO“ aus dem Titel, bezeichnet also die Suchmaschinenoptimierung durch soziale Aktivitäten.

Apropos: Auch unser Blog, mit Ihren regelmäßigen Beiträgen und Kommentaren, trägt zur SEO bei!


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