Martin Lamprecht

Partnerschaft Schöck Bauteile GmbH mit Zephir srl in Italien

Energieeffizientes Bauen auf Passivhaus-Niveau ist ein europaweiter Trend. Laut der in 2010 veröffentlichten EU Gebäude – Richtlinie (2010 /31/ EU) – welche die Grundlage darstellt für alle nationalen Normen der EU Staaten – wird dieser Gebäude-Energiestandard spätestens im Jahr 2021 der Energiestandard sein für alle Neubauten in Europa, für alle öffentlichen Gebäude aufgrund der Vorbildsfunktion der Behörden bereits ab 2019. Ausgewählte größere Städten in Deutschland haben den Passivhausstandard bereits heute im Rahmen ihrer städtischen Klimaschutzziele als Energie-Standard für sämtliche neu zu errichtenden stadteigenen bzw. von städtischen Einrichtungen genutzten Gebäuden zwingend vorgeschrieben. Diese sind beispielsweise Bremen, Frankfurt, Köln, Leipzig, Heidelberg und Frankfurt.

Die jährliche Steigerung der Energiekosten mit der Ungewissheit wann und auf welchem Niveau dies enden wird sowie die Förderungskonzepte (KFW- Programme) für energieeffizientes Bauen und nachhaltiges Sanieren der Bundesregierung tragen gleichsam dazu bei, dass der Passivhausstandard von Architekten immer mehr ihren potentiellen Bauherren empfohlen wird.

Auch Bauträger und Wohnbaugesellschaften haben erkannt, dass in der Passivhausbauweise ein dauerhafter betriebswirtschaftlicher Vorteil steckt aufgrund der äußerst geringen Bewirtschaftungskosten, des geringen Lehrstandsrisikos, höheren Mietsteigerungspotentials und Ertragspotentials für Eigentumswohnungen. Nicht zuletzt die Einsparung von Vermarktungskosten für Gebäude und Wohnungen im Passivhausstandard sprechen für diesen hochenergieeffizienten Standard da der Wohnraum oft bereits vor Baubeginn – aufgrund seiner Attraktivität – „vergriffen“ ist.

Grundprinzipien der Passivhausbauweise ist eine hoch wärmegedämmte Gebäudehülle sowie die konsequente Vermeidung bzw. Minimierung von Wärmebrücken um Energieverluste und niedrige innere Oberflächentemperaturen mit der Gefahr von Tauwasseranfall und gesundheitsschädlicher Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Auch in Italien – vor allem in Norditalien – setzt sich die energieeffiziente Passivhaus-Bauweise im Passivhausstandard immer mehr durch.

In Italien ist das Institut Zephir srl (Zephir = Zero Energy and Passivhaus Institute for Reaserch) die Organisation, die den Passivhausstandard im Land vertritt. Seit Anfang des Jahres gibt es eine Partnerschaft zwischen Schöck und Zephir mit dem Ziel, das gemeinsame Thema des energieeffizienten Bauens im Passivhausstandard auch in Italien voranzutreiben.

v.l.n.r.: Martin Lamprecht (Organisator und Moderator des Workshops), drei Mitarbeiter von Dr. phys. Nesi, Dr. phys. Franesco Nesi (Leiter Zephir srl), Peter Telfser (Vertriebsleiter Schöck Italien), Dr. Piero Bernabe (Ingenieurbüro Schöck Italien), Bernhard Langebner (Produktingenier Schöck Italien)

Am 04. April fand im Meran / Südtirol ein Treffen statt zwischen Mitarbeitern von Schöck Italia, dem Ingenieurteam Maia GmbH (Herrn Dr. Piero Bernabe) und Zephir srl – unter Leitung von mir (Martin Lamprecht / Schöck Deutschland) – um die zuvor geschlossene Partnerschaft in einem gemeinsamen Arbeits-Workshop mit Leben zu füllen.

Laut Dr. phys. Francesco Nesi (Leiter von Zephir srl) hat man bewusst die Partnerschaft zu Schöck in Italien gesucht, um das vorhandene Know-how des Erfinders und europäischen Marktführer für Produkte zur Minimierung von Wärmebrücken zu nutzen. In Italien wird die Wärmebrückenminimierung bei Gebäuden noch oft „stiefmütterlich“ behandelt, da schlicht das Wissen um die Entstehung und Auswirkungen von Wärmebrücken und deren Lösungsmöglichkeiten über standardisierte Produkte bei vielen Planer in Italien noch nicht vorhanden ist.

Schöck bietet mit seinem kompletten und bereits Passivhaus zertifizierten Schöck Isokorb®-Produktprogramm für Balkone, Vordächer und andere Bauteile im Neubau und für Bestandsgebäude alle erforderlichen Vorraussetzungen, um Wärmebrücken effizient und wirtschaftlich zu minimieren.

Die im Arbeits-Workshop definierten Maßnahmen zwischen Schöck Italia und Zephir srl zielen im Schwerpunkt darauf ab, flächendeckend Aufklärungsarbeit gemeinsam zu betreiben.

Mit dieser starken Partnerschaft in Italien – da sind sich alle Beteiligten sicher – wird man in den nächsten Jahren die Idee und die Erkenntnis für die Notwendigkeit des energieeffizienten Bauens unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ein deutliches Stück vorantreiben.


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