Erfolgreicher Nachwuchs

Baden-Württembergische Meisterschaft der B-Mädchen
C-Mädchen feiern Südbadische Meisterschaft

Kappelwindeck/Steinbach (am). Bestandsaufnahme anlässlich der Baden-Württembergischen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend. Während der Männerhandball über viele Jahrzehnte die dominante Rolle im Vereinsleben beider Vereine spielt – immerhin spielte der SR Yburg Steinbach rund 20 Jahre in der südbadischen Oberliga bzw. feierte 1987 die südbadische Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga – sind es seit einigen Jahren die Mädchen der Vereine, bzw. der vor 3 Jahren gegründeten SG Kappelwindeck/Steinbach, die in letzter Zeit für Aufmerksamkeit sorgen. Seit 4 Jahren in Folge Teilnahme der WJC u. WJD an den Südbadischen Meisterschaften. Südbadischer Vize-Meister 2010, Südbadischer Doppel-Meister in der WJC und WJB 2011 und nun evtl. Vizemeister A-Jugend, Südbadischer Meister WJC und aktuell BWOL-Sieger und damit Teilnehmer an den Deutschen Jugendmeisterschaften.

Was steckt hinter dieser Erfolgsbilanz des weiblichen Nachwuchses?

Zu allererst wohl die ganz engagierte Arbeit an der Basis, wo Uli Droll, Steffi Fath-Oberle (Steinbach) und auch Annette Pfliehinger (Kappelwindeck) schon über viele Jahre unglaublich engagiert und motiviert im frühen Mädchenalter das Handball-ABC mit Spaß und Leidenschaft vermitteln und zunächst die Grundlagen im spielerischen Bereich und in der Leichtathletik legten.
Hinzu kamen nach und nach viele engagierte Jugendtrainer, die in den letzten Jahren das Erfolgs-Puzzle komplettierten: Jürgen Friedrich und Rainer Eckerle, die sich auch darum kümmern, dass die Mädels die (noch) nicht soweit sind, viel Spaß am Handball haben und eine gute Ergänzung der leistungsorientierten Mannschaften bilden, Sandro und Markus Ullrich, sowie Arnold Manz, die neben vielen anderen Belastungen sich immer wieder qualifiziert ins Training einbringen und versuchen, den Mädels viele Grundlagen des Handballs aber auch eine konsequente Einstellung zum gemeinsamen Sport und den daraus resultierenden Zielen einfordern. Das sich dies zuletzt auch in Ergebnissen und Platzierungen widerspiegelt, ist für die Mädels und die Trainer eine tolle Erfahrung. Genau so stolz ist man aber in der Jugendtrainer-Crew auf die Tatsache, dass viele Mädchen bereit sind, die Trainingsumfänge so optimal wie möglich zu gestalten (manche Spielerinnen trainieren mit Auswahlmaßnahmen fast täglich !) und den Spagat zwischen Sport, Schule und notwendiger Freizeit dennoch hinkriegen.

So bleiben auch bei allem Streben nach sportlicher Leistung, der Spaß und die gemeinsamen Erlebnisse und Unternehmungen ein wichtiger Bestandteil einer sehr aufwendigen und intensiven Jugendarbeit. Wenn nun in Form von Erfolgen auch etwas an die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft zurückkommt, ist das sicherlich auch die Entschädigung für ein hohes Engagement einer tollen Trainingsgruppe!

Gute Jugendarbeit zeigt sich aber nicht in der Momentaufnahme einer Staffelmeisterschaft, sondern in der konstanten Entwicklung von Sportlern/innen im Kindes- und Jugendalter. Hier ist man ohne Zweifel bei der SG Kappel/Steinbach auf einem guten Weg und darf sich mit der B- Jugend nun im April/Mai mit den besten Mannschaften Deutschlands messen.

Handball auf hohem Niveau – und das spielen alle Jugendmannschaften in der Südbadenliga, bzw. Oberliga Baden-Württemberg, weckt natürlich auch Interesse bei den Talenten in der Umgebung. Wenn zu Beginn der Runde sich neben den Eigengewächsen und dem Stamm der Mannschaften, auch leistungswillige junge Mädchen und Auswahlspielerinnen für die Mitwirkung in einer leistungsstarken Truppe entschieden haben, waren das ausschließlich sportliche Gründe und nicht – wie von einigen Neidern (die gibt es in solchen Fällen wohl immer…) spöttisch behauptet, eine „Casting-Truppe“. Fakt ist, dass eigentlich alle Beteiligten von einer solch günstigen Konstellation profitieren:

Die Mädels selbst, die sportliche Erfahrungen machen, die sicherlich nicht alltäglich sind, – die Verbandsauswahl, samt Verbandstrainer, der auch dank der kompakten Trainingsmöglichkeiten die Auswahl Südbadens erneut zur Endrunde der Deutschen Länderpokalmeisterschaft führen darf – aber nicht zuletzt auch die leistungsorientierten Vereine der Umgebung, zu denen diese gut ausgebildeten und spielstarken Mädchen irgendwann sicher stoßen werden, um dann in einigen Jahren als Leistungsträgerinnen hoffentlich den Frauen-Handball quantitativ und qualitativ in unserer Region noch etwas weiter voranbringen.


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