Alexander Maschauer

Mitarbeiter­befragung 2011 – Und so geht’s weiter

Vom 19. September bis 20. Oktober 2011 hatten alle Mitarbeiter der deutschen Standorte wieder die Möglichkeit, an der Mitarbeiterbefragung teilzunehmen und so ihre Meinung zu der aktuellen und zurückliegenden Entwicklung unseres Unternehmens zu äußern.

Mit der Art der Befragung feierte die sogenannte „Work Life Evaluation“ Premiere in unserem Haus. Die von dem Schweizer Befragungsspezialisten Jörg Hilber entwickelte Methode kann als äußerst innovativ betrachtet werden. Sie betrachtet in der Befragung nicht nur Ereignisse im Arbeitsumfeld, sondern bezieht auch das private Umfeld und die Lebensgewohnheiten ein. Balance und Zufriedenheit kann nur entstehen, so Hilber, wenn die sogenannte Arbeitsschale und die Lebensschale annähernd im Gleichklang sind.

Es war daher spannend selbst zu erfahren, wohin die eigene Lebenswaage neigt. So erklärt sich auch der sehr hohe Beteiligungsgrad von 75,5 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den deutschen Standorten. Jeder Teilnehmer erhielt unmittelbar nach der Befragung eine individuelle Auswertung zu seiner privaten und beruflichen Situation. In diesem Kontext konnte jeder Einzelne erfahren, in welchem Verhältnis Berufs- und Privatleben derzeit stehen, ob er in der aktuellen beruflichen Aufgabe adäquat gefordert wird, oder ob ggf. eine Unter- oder Überforderung bis hin zur Burnout-Gefährdung vorliegt.

Die hohe Teilnehmerzahl erklärt sich auch  aus dem Vertrauen, das die Belegschaft und der Betriebsrat in die professionelle und absolut vertrauliche Behandlung der Daten durch das durchführende Institut IHR aus Achern legte. Frau Krampp stand speziell den Mitarbeitern in der Produktion, die erstmals an einer EDV-gestützten Mitarbeiterbefragung teilnahmen, vertrauensvoll zur Seite.

Einziger Wehmutstropfen bleibt, dass die Teilnehmerquote bei einem Team bei nur drei Mitarbeitern lag und somit aus Gründen der Vertraulichkeit nicht separat ausgewertet werden konnte. Ansonsten wurde für jedes Team (bei kleinen Einheiten mehrere Teams zusammen) eine separate Auswertung gefahren. Die Teamleiter sind nun in der Lage, nach Auswertung der Team-Ergebnisse, für ihre Einheit die richtigen Maßnahmen abzuleiten.

Folgende wesentlichen Erkenntnisse konnten wir aus der Befragung ziehen:

  • Schöck wird von den Mitarbeitern allgemein als guter Arbeitgeber  wahrgenommen. Der Zufriedenheitsindex, den wir aus den vorangegangenen Befragungen übernommen hatten, zeigt mit einem Wert von 1,8 (Schulnotenprinzip) gegenüber 1,7 in 2009 keinen nennenswerte Veränderung auf.
  • Die emotionale Verbundenheit der Mitarbeitenden ist sehr hoch.
  • In vielen Teilbereichen des Arbeitslebens bekam Schöck gute Beurteilungen. In den Kategorien Aufgabenbereich, Arbeitsplatz und direkte Vorgesetzte konnten die höchsten Werte gemessen werden.
  • Die Burnout-Gefährdung ist insgesamt und im Vergleich zu Referenzunternehmen niedrig.

Sie hatten in der Befragung auch die Möglichkeit, positive und negative Ereignisse frei zu schildern und zu entscheiden, ob diese an Schöck weitergegeben werden sollten. Insgesamt überwiegen mit 66 % deutlich die positiven Ereignisse.

Geäußert wurden unter anderem:

  • Positive Erlebnisse bei der Arbeit, Anerkennung der geleisteten Arbeit durch Vorgesetzte und Kollegen.
  • Bei den negativen Erlebnissen überwiegen Ereignisse, die als Ungerechtigkeit empfunden wurden.
  • Mehrfach wurde auch die sehr gute Aufstellung des Unternehmens in den diversen Märkten und der damit verbundene positive Geschäftsverlauf positiv erwähnt.

Wie geht es weiter:

Während der Führungskräfteklausur im Januar wurden bereits erste übergreifende Maßnahmen in den folgenden fünf Handlungsfeldern diskutiert:

  • Burnout-Prophylaxe
  • Übergabe von Verantwortung/Delegationsbereitschaft
  • Motivation versus Innerer Kündigung
  • Durchsetzungsvermögen der Führungskräfte
  • Weiterbildung und Karriereperspektiven

Im Anschluss an die Führungsklausur erhielten die Teamleiter die für ihren Verantwortungsbereich durchgeführten Auswertungen, die zum Teil deutlich vom Gesamtergebnis abweichen können. Ein weiterer Workshop im März wird genutzt, um geeignete Maßnahmen für die einzelnen Teams zu erarbeiten und die allgemeinen Maßnahmen zu bewerten. Wir werden Sie nach Verabschiedung der Umsetzungsmaßnahmen weiter informieren.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Art der Befragung dem Unternehmen und den teilnehmenden Mitarbeitern wertvolle Erkenntnisse geliefert hat. Die Ergebnisse ermöglichen uns zum einen, unser Unternehmen weiterzuentwickeln, zum anderen geben sie jedem einzelnen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren, um ein möglichst ausgeglichenes Berufs- und Privatleben zu gestalten.


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1 Kommentar zu "Mitarbeiter­befragung 2011 – Und so geht’s weiter"

Ustra schreibt am 22. Februar 2012 um 09:10

Danke für den interessanten Bericht

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