Yevgeniya Nedilko

Auf der Messe im Urlaub, Polen

24.-27. Januar, Poznan, Polen. Messe Budma. Die größte Baumesse im Land. In 2012 etwa 50.000 Besucher, 1.200 ausstellende Unternehmen, 33 Länder,  60.000 m² Fläche. Kleiner, schöner, offener, besucherfreundlicher Stand. Und jetzt zur Sache 🙂

Liebes Team Polen, es war toll mit Euch und dafür möchte ich mich bedanken.  Schade, dass ich nur bei der Hälfte Eurer Witze in der Lage war, sie zu verstehen, aber es hat mir doch nicht weniger Spaß bereitet. Nächstes Mal in 2013, wie versprochen, werde ich zu Eurer Messe für die ganze Woche kommen.

Ehrlich gesagt, von Anfang an habe ich mir etwas Sorgen gemacht. Dies war unsere erste gemeinsame Messe und ich wusste nicht, was zu erwarten war. Polnische Sprache hat dazu weiterhin beigetragen. Ich konnte viele Sachen nicht selbstständig regeln, ich konnte nicht einfach bei dem Messeveranstalter anrufen und alles selbst schnell und knackig erledigen. Ich sollte mich auf Euch manchmal komplett verlassen und das fällt mir häufig schwer.

Ich würde sagen, meine Reise nach Polen hat mit den Worten von Michal Krzyzaniak (jedes Mal muss ich nachschauen, wie man diesen Namen schreibt :-)) angefangen: „…ja, Hotel, alles ist komplett ausgebucht. Es ist die Messezeit… Aber mache Dir keine Sorgen, wir werden etwas finden. Wenn nicht, dann werden zwei von unseren Jungs ein Zimmer teilen und du kriegst Dein eigenes.“ „Tja, der Außendienst wird sich bestimmt freuen“, habe ich für mich gegrinst.

Und…?
Mein Zimmer im Hotel trug sogar einen eigenen Namen und hatte eine eigene Farbe sowie Design! Ich war voll begeistert! (Erst später habe ich bemerkt, dass alle Zimmer ungleich waren). Nach dem Frühstück gegen 09:00 Uhr hat Michal mich ganz gemütlich vom Hotel abgeholt und wir sind zum Lager gefahren, um die Messekiste sowie Anderes zum Messegelände zu transportieren. Wir sind akkurat dann angekommen, wenn der kleine LKW sowie Leslaw Lawrynowicz (er ist ein großer Meister, gute Witze zu machen) schon vor Ort waren.

Messekiste, Plakate, Prospekte, Kleinkram – sind ruckzuck auf den Messestand gebracht worden. Alles war da, nichts wurde verloren oder vergessen. Sogar Schrauben für die Plakate (ohne nachzufragen) waren vorhanden.

–    Wie richten wir den Stand ein?
–    Nach unserem Plan, den ich erstellt habe. Und es muss uns vor allem gefallen!
–    Alles klar 🙂

„Kannst Du bitte dies heben? Ist so gerade? Wo kommt das hin? Wie kriegt man die Podeste zusammen? Lassen wir uns die zwei Logos für ein Podest verwenden. Ne-ne, es wird besser, wenn wir…  oder so. Bitte, noch ein paar Zentimeter nach rechts schieben. Was denkst Du?“

Am Nachmittag waren wir mit dem Stand fertig, glücklich und zufrieden. Noch ein paar Feinheiten und man kann mit guten Gewissen nach Hause ins Hotel marschieren. …oder einkaufen gehen, wenn schon ein paar Stunden vor Abendessen und Spaziergang durch die alte Stadt frei sind. Dies ist mir auch sehr gut gelungen und ich war in allen Belangen glücklich. 🙂

An dem Messetag selber sind wir etwas früher gekommen, um Prospekte auszulegen und eine Tasse Kaffee in aller Ruhe zu trinken. Und was denkt ihr? Der Kaffee war da, sogar in Tassen und sogar auf dem Stand, aber mit „trinken“ und „in aller Ruhe“ hat es nicht wirklich geklappt. Angeblich stehen die polnischen Besucher sehr früh auf und warten vor der Tür, wenn die Messe aufmacht. Kalter Kaffee schmeckt nicht. Pech.

Es gab natürlich zwischendurch Pausen, bei denen wir uns brav mit Kontaktformularen beschäftigt haben. Nebenbei hat Ireneusz Stachura noch ein Interview der lokalen Fernsehsendung gegeben. Dann kam ein Profifotograf. Jetzt haben wir bestimmt irgendwo ein „Portfolio“ von unserem Isokorb® XT.

Unerwartet für mich war, immer wieder zu hören: „Yevgeniyaaaa, ein russischer Kunde.“ Der Kunde war nicht unbedingt Russisch, sondern russisch sprechend. Viele Besucher waren aus der Ukraine, Lettland, Weißrussland. An der Stelle war ich schon im Spiel. Und… es hat sich herausgestellt, ich hatte keine Visitenkarten des russischen Außendienstes mit dabei.

–    Michal, ich brauche Visitenkarten. Ich rufe jetzt Moskau an. Wo könnte man sie heute drucken?
–    Lasse mich im Internet nachschauen.

Genau diesen Ansatz, der kontinuierlich umgesetzt wird, finde ich in Polen so genial!! Da kommt nicht „jaaa, vielleicht, später, es ist kaum möglich, ich weiß nicht, ich kann nicht, ich habe keine Lust, mich damit zu beschäftigen.“ Umgekehrt bekommt man das Gefühl übermittelt – „Ne, das geht nicht“ gibt’s bei uns nicht.

Team Polen lebt mit dem ausgeprägten „Wir“–Gefühl. Dadurch werden sie stark und erfolgreich. Das macht den Unterschied, das macht sie besonders, das lässt respektieren.  Auf Team Polen kann man sich ruhig verlassen. Mit Team Polen kann man „Geschäfte“ machen. Und es ist toll!

Bei der Aufnahme dieses Fotos kam ein Kommentar  – „Team Polen“. Und ja, ich muss sagen, ich fühlte mich sehr stolz darauf, ein Teil Eures Teams  sein zu können. Diese Zugehörigkeit bringt Kraft, Motivation, Inspiration und noch mehr Lust. Als ich wieder in Deutschland landete, war ich weder müde noch gestresst.  Es war wie nach einem aktiven gut gelungenen Urlaub: viele bunte Eindrücke, Freude und Spaß.


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1 Kommentar zu "Auf der Messe im Urlaub, Polen"

Ustra schreibt am 2. Februar 2012 um 15:39

Klasse Bericht!

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