Sascha Gabriel

Geriatriezentrum Leopoldsstadt: Häuser im Haus

2010 wurde das neue Wohn- und Pflegehaus mit einer Bruttogeschossfläche von rund 33.000 m² fertig gestellt. Vom hergebrachten Seniorenheim unterscheidet sich die Konzeption des Geriatriezentrums Leopoldsstadt allerdings grundlegend. Statt einfach von einem Hauptgang aus gleichförmig hintereinander gereihte Zimmer zu platzieren, entwickelte das Team des Wiener Architekturbüros Helmut Wimmer ein sogenanntes „Häuser im Haus“-Konzept.

Grafik: Schreiner-Kastler

Zimmer und Funktionseinheiten sind zu kleinen „Häusern im Haus“ zusammengefasst. In den Zwischenräumen entstehen Gassen, Plätze und Sichtachsen, die den Aufenthalt außerhalb der Zimmer abwechslungsreich gestalten. Fenster zu den Gängen erleichtern die Teilnahme am Stationsleben und sind ein Beitrag zu Vermeidung von Isoloation. Die Zimmer sind 20 m² groß, die Doppelzimmer 28 m². Jeweils mehrere Einheiten sind zu einem „Haus“ zusammengeschlossen. Diese eingeschossigen „Häuser“ haben unterschiedliche Größen und Formen, wodurch der Eindruck eines Dorfes verstärkt wird.

Foto: www.wienkav.at

Foto: www.wienkav.at

Der Baukörper des Geriatriezentrums erstreckt sich über sieben Hauptgeschosse (EG und sechs Obergeschosse) sowie ein Untergeschoss und ist U-förmig angelegt. Dadurch wird ein Innenhof geformt, der als Garten mit abwechslungsreicher Bepflanzung und Wasserflächen ausgebildet wird. Dort gibt es ein ringförmiges Café, das für Gäste offen ist, aber ebenso als Personalkantine dient.

Im Erdgeschoss des Geriatriezentrums befinden sich neben einer multifunktionalen Zone noch weitere Nutzungsbereiche wie Andachtsraum, Mehrzwecksaal, Verwaltung, Untersuchungs- und Behandlungsbereiche, Therapiebereiche, und Friseur. Im Kellergeschoss befinden sich die Hauptküche, Röntgenbereich, Zentralgarderoben, Lager- und Haustechnikräume sowie der Müll- und Anlieferungsbereich.

Zur Trennung der auf 6 bzw. 7 Geschossen umlaufenden Balkone wurde der Schöck Isokorb® in unterschiedlichster Ausführung eingesetzt. Insgesamt wurden bei Geriatriezentrum Leopoldsstadt ca. 2500 Laufmeter verbaut. Die Balkonplatten wurden als Vollfertigteile hergestellt, was eine enge Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Fertigteilwerk, erforderte. Neben dem Schöck Isokorb® wurden zur Dehnfugenverdübelung hundert Stück Querkraftdorne ESD-K 20/300 eingesetzt.

Verlegeplan

Die Aufzugsschächte wurden mit der Tronsole® QW schalltechnisch entkoppelt. Des Weiteren kam noch das Durchstanzelement Schöck Bole® in hoher Stückzahl zum Einsatz.

Foto: www.wienkav.at

Foto: www.wienkav.at


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