Darko Kosic - dako pr, Gastautor

Schöck als Kunde

Die bisherigen Beiträge in diesem durchaus unterhaltsamen und kurzweiligen Blog beschäftigen sich überwiegend mit den Fragen, was für ein Arbeitgeber Schöck ist oder welche besonderen privaten oder beruflichen Ereignisse das eigene Arbeitsleben bereichern (mein persönlicher Lieblingsbeitrag: Baby-Boom im Marketing) bzw. wie Schöck-Produkte beschaffen sind und wo sie eingesetzt werden.

Aber wie sieht das Unternehmen aus, wenn es von außen betrachtet wird? Wenn es zum Beispiel die Rollen tauscht und nicht als „Anbieter“ sondern als „Kunde“ fungiert? Also: Wenn Schöck Leistungen oder Produkte von anderen einkauft, statt ihre eigenen zu verkaufen? Bei der Beurteilung dieser Frage hilft naturgemäß der objektive Blick aus der Perspektive des Gegenüber.

Seit Ende 2007 arbeitet unser Haus „dako pr“ als externe Kommunikationsberatung mit Schöck zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit helfen wir den Marketing-Profis von Schöck, ihre Pressearbeit zu optimieren sowie den Kontakt zu Journalisten der Baufachpresse zu vertiefen. Das übergeordnete Ziel ist eine koordinierte und wahrheitsgemäße Kommunikation des Unternehmens und seiner in der Tat besonderen Produkte und Leistungen – und das in Deutschland, der Schweiz, dem Nahen Osten und Kanada.

Schöck ist also unser Kunde – dabei verschafft uns die Tätigkeit als PR-Agentur gelegentlich auch besondere Einblicke ins Innere und Wesen eines Unternehmens, die anderen Außenstehenden zumeist verborgen bleiben. Zur Beantwortung der Frage, wie Schöck als Kunde ist, möchte ich ein wenig weiter ausholen: Geschäfte werden „von Menschen für Menschen“ gemacht. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob ich Endverbraucher oder Fachleute anspreche. Das Zustandekommen eines Geschäfts – aber auch seine langfristige Gestaltung – setzen immer voraus, dass auf beiden Seiten des Tisches Personen sitzen, die die notwendigen Fertigkeiten mitbringen, um miteinander sozial interagieren zu können. Hier geht es nicht zwingend darum, gegenseitige Sympathie empfinden zu MÜSSEN. Umso schöner ist es, wenn sie trotzdem entsteht. Letztlich entscheidend ist, ob beide Seiten ein gutes Gefühl im Rahmen der Zusammenarbeit entwickeln. Im Rahmen unserer Tätigkeit für Schöck haben wir das Unternehmen so kennengelernt, dass wir die Sozialkompetenz aller unserer Ansprechpartner als besonders ausgeprägt – und durchaus auch als Vorbild für die gesamte Bau- und Baustoffbranche – sehen. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich dies nicht deswegen schreibe, um Schöck eine Gefälligkeit zu erweisen – sondern weil es wirklich so ist. Wäre dem nämlich nicht so, dann würde ich es zwar nicht schreiben – aber ich würde dazu schweigen, wie es sich für einen Kommunikationsprofi gehört … 😉

Selbst bei sensiblen Themen oder kritischen Rückfragen hat man als Leistungserbringer bei Schöck nicht das Gefühl, in eine unangenehme Rechtfertigungs-Situation zu gelangen – sondern es werden offen und konstruktiv Probleme angesprochen, für die dann beide Seiten die passenden Lösungen finden. Und wenn eine gemeinsame Aktion erfolgreich verlaufen ist, dann gehört es zu den Besonderheiten bei Schöck, dem Dienstleister auch mal ein „Danke“ zu sagen. Natürlich wäre das nicht zwingend nötig, denn schließlich zahlt man für die Leistung ja Geld. Aber man sollte die Bedeutung eines schlichten „Danke“ nicht unterschätzen: Wir erleben das auch im Umgang mit unseren Dienstleistern und Zulieferern, wo dieses einfache Wort dabei geholfen hat, eine besonders partnerschaftliche und qualitativ wertvolle Zusammenarbeit entstehen zu lassen. So läuft es – nicht nur im Umgang mit uns – grundsätzlich auch bei Schöck. Und dabei spielen auch die internen Verhaltensvorschläge, die Schöck für Vorgesetzte und Mitarbeiter entwickelt hat, selbstverständlich eine Rolle. Denn nur wenn die Atmosphäre im Inneren stimmt, kann ich auch nach Außen hin dauerhaft glaubwürdig auftreten. Das heißt natürlich nicht, dass es in der „Schöck-Familie“ keine Konflikte gäbe – aber man hat offensichtlich eine Klima geschaffen und Fertigkeiten entwickelt, um mit diesen Konflikten vernünftig umgehen zu können.

Unternehmen, die auf solche Weise nach Außen und Innen auftreten, werden auf Dauer auch echte ökonomische Vorteile daraus ziehen: Im Moment wird in den Fachmedien wieder verstärkt über die „hausgemachten Probleme“ in der deutschen Baustoffindustrie diskutiert. Branchenweit herrsche ein „Minimumdenken“ mit „ruinösen Preiswettbewerben“, der profitables Bauen unmöglich mache. Ich bin der festen Überzeugung: Unternehmen wie Schöck, die den mühsamen Weg des geplanten Aufbaues einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Zulieferern gehen, schaffen nachhaltige Beziehungen, die sie langfristig spürbar unabhängiger vom reinen Preiswettbewerb machen. Denn dann fällt es auch Billig-Anbietern schwer, einen Keil zwischen das Unternehmen und seine Bestandskunden zu treiben.

Um zur Ursprungsfrage zurückzukommen: Was für ein Kunde ist Schöck? Klare Antwort: Nicht nur ein badischer, sondern auch ein sehr symbadischer… 😉 In dem Sinne: Macht weiter so!


Tags:
  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen