Werner Hein

Aus der Praxis der Schöck Anwendungs­technik

Immer wieder taucht bei uns folgende Frage auf: „Wie kann ich ein Vollbetonfertigteil, das außen nicht gestützt ist, an eine Elementdecke mit Ortbetonaufbau, einbauen?“

Auch eine thermische Trennung mit Schöck Isokorb® ist dabei zwingend erforderlich. Bei thermisch zu trennenden Dachüberständen, Flugdächern, Gesimsen u.s.w., die in der Regel als Vollfertigteile geplant sind, ist der Wunsch groß, diese Platten ohne Stützgerüste auszuführen. Insbesondere deshalb, weil diese Dachränder umlaufend sind und damit auch hohe Stückzahlen ergeben.

Ausführungsvarianten von 150 m – 1000 m Anschlusslänge sind keine Seltenheit. Dachränder haben die größte Entfernung vom Baugrund. Oft ist nur für die Montage dieser Bauteile eine Stützkonstruktion notwendig. Manchmal hat die Baustelle einfach keine Möglichkeit, eine Stützung zu erstellen. Deshalb ist die Einsparung auch groß, wenn man auf ein Stützgerüst verzichten kann. Auch der Bauablauf wird durch diese Aufbauten nicht gestört. In der Anlage (klicken Sie bitte einfach auf das Bild) habe ich Ihnen einen Beispiellösungsansatz für diesen Wunsch als Diskussionsgrundlage dargestellt.

In diesem Vorschlag wird die überstehende, außen nicht unterstützte Kragplatte für die Aufnahme der Montagelasten mit einem etwas modifizierten Schöck Isokorb® KS 14 h200 Sonder versehen. Bei diesem Schöck Isokorb® KS 14 sind die Drucklager durch Zugstäbe ersetzt. Weiter ist bei ihm innen mit außen vertauscht und er ist auf den Kopf gedreht. Die bauseitige Stirnplatte hat einen waagerechten Schenkel, der auf dem Auflager aufsitzt. Diese Stirnplatte wird mit einer Steife versehen, die mit dem darüber liegenden IPE Träger verschweißt ist. Stirnplatte mit aufgeschweißten Träger wird nach dem Transport des Fertigteils auf die Baustelle angeschraubt. Der Stahlträger wird mittels Schlaufen (Schnitt b-b) auf die Elementplatte gedübelt.

Zwischen diesen Montageelementen KS 14 … werden Schöck Isokorb® Standardelemente Typ K … in die Fertigteilplatte eingebaut. Anordnung, Abstände, Bemessung und Prüfung erfolgt immer durch den zuständigen Tragwerksplaner.

Auf eine rege Diskussion zu diesem Thema freuen wir uns

Die Schöck Anwendungstechniker


  Weiterempfehlen Mail Facebook
1 Kommentar zu "Aus der Praxis der Schöck Anwendungs­technik"
Angelo Ruth schreibt am 10. September 2010 um 13:44

Das ist der Werner Hein wie ich ihn kenne und schätze 🙂

Kommentar verfassen