EBI

Irland – Insel der Hoffnung am 25.06.2010

– Bericht meiner Reisebegleitung Wolfgang Ackenheil (Schöck-Mitarbeiter) –

Beim Blick auf den grünen Inselstaat Irland bot sich in der Abenddämmerung ein ruhiges beschauliches Bild. Unzählige Lichter waren die Vorboten auf eine belebte Großstadt. Geteilt durch den Fluss Liffey, der sich in die Dublin Bay ergießt. Das Ziel von meinem Begleiter EBI und mir war die Stadt Dublin.

Was auffiel war, dass im Vergleich zu den Vorjahren so gut wie kein Baukran am Horizont der Stadt zu sehen war. Dublin, einst eine Boomstadt der Bauwirtschaft, lag nun brach. Ausgerechnet an den Ort, an dem die Schockwelle der internationalen Finanzkrise als eines der ersten Länder für Schaden sorgte, traf sich die Europäische Bauwirtschaft zur Euroconstruct-Konferenz. Ein Zeichen der Hoffnung und des Widerstands gegen die Krise? EBI und ich waren sehr neugierig, was die Marktforscher auf der Tagung zu berichten hatten. Es hatte schon starken Symbolcharakter. Von einem der Zentren der Krise, mit bis zu 60% Rückgang der Wohnbaugenehmigungen von 2008 auf 2010, gingen positive hoffnungsvolle Signale aus. Auch wenn sich das Bild in Europa noch uneinheitlich zeigt, kann laut den Aussagen der Experten nach einer Erholungsphase bis teilweise 2011 wieder mit Wachstumszahlen in der Bauwirtschaft gerechnet werden. Der Wohnungsneubau wird in 2012 um durchschnittlich etwa 6% wieder ansteigen. Einige starten schon früher durch, wie beispielsweise Polen. Aber auch für Irland wird bei den Baufertigstellungen im Wohnbau ein Plus von 6,6% zum Vorjahr 2011 bescheinigt. Dublin kann durchatmen. Wer auf Green Building und Innovationen setzt, kann diese Effekte noch verstärken – so eine der weiteren wesentlichen Botschaften der Konferenz. Mit einem letzten Blick auf die Docklands gingen EBI und ich mit guten Nachrichten im Gepäck zurück nach Deutschland. Und wir waren beide ganz sicher, dass beim Blick auf Dublin bald wieder mehr Baukräne zu sehen sind.


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