Walter Dittmann

Erfahrungsaustausch bezüglich Druckfugen gesucht

Druckfuge

Druckfugen im Stahlbeton-Fertigteilbau – kennt doch jeder … oder?

Im Rahmen des Produktmonitorings Schöck Isokorb® sehe ich manchmal Fotos wie dieses … und ich bekomme dann erstmal so ein ungutes Gefühl in der Magengegend … gefolgt von Gedankensplittern wie „Ursache“, „Wirkung“, „Fehler“, „Schaden“, „wer“, „warum“, „Sicherheit“ … was war das eben, „Sicherheit“?

Ja natürlich, Sicherheit – ein ganz wichtiger Aspekt für meinen Magen. Ein paar Gedankengänge weiter beruhigt der sich wieder: Eine auskragende Fertigteil-Balkonplatte, mit Typ K an die Stahlbetondecke angeschlossen – aber wie!? Ein Hilferuf von der Baustelle „der Balkon hängt schief“ hat uns dort gleich nachschauen lassen. Nachdem die untere Kunststoffschiene teilweise entfernt worden war, haben wir gesehen was Sie jetzt auch sehen können:

Die stahlfaserbewehrten Drucklager aus Hochleistungsfeinbeton drücken gegen die hochgezogene Dämmung des Unterzugs, gegen „geschäumte Luft“, statt bestimmungsgemäß gegen den Deckenrand aus Stahlbeton. Zudem ist die Druckfuge mit groben Zuschlägen verfüllt, statt mit Normalbeton (mindestens C20/25) … und die Balkonplatte hat sich beim Abspindeln der Sprieße dann richtig hängen lassen … ein kapitaler Sanierungsfall zwar, doch der Balkon hält … unglaublich … der Isokorb® trägt, sogar jetzt noch … sicher!

Dennoch: Druckfugen im Stahlbeton-Fertigteilbau – ob mit oder ohne Schöck Isokorb® – erfordern einen Ortbetonstreifen!

Weiß doch jeder. Aber wir Menschen machen halt manchmal Fehler. Wir alle, egal ob Betonbauer, Eisenflechter, Polier, Bauleiter, Konstrukteur, Tragwerksplaner, Prüfer oder Hersteller. Daher bitte ich Sie, von Mensch zu Mensch, um Ihre Meinung, um Ihre Erfahrung, um Tipps zur Fehlervermeidung an Verarbeiter und an uns, um Ihren offenen Dialog zum Thema „fehlerhafte Druckfugen“ hier in diesem Schöck-Blog (gerne auch Situationen ohne Isokorb®). Je mehr von Ihnen hierüber reden und schreiben, umso aufmerksamer ist unser prüfender Blick (spätestens) bei der Bewehrungsabnahme, bevor der Beton in die Schalung rauscht … Jeder dadurch vermiedene Sanierungsfall ist diese kleine Mühe wert!

Für alle, die mehr dazu wissen wollen:  http://www.schoeck.de/einbaufehler-vermeiden
Für Ihre Fragen zum Thema Druckfuge stehen Ihnen die Experten von Schöck gerne auch unter folgenden Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.

Technische Hotline:
Anwendungstechnik +49 7223/967-567
CC Wärme +49 7223/967-394
E-Mail: awt.technik@schoeck.de


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2 Kommentare zu "Erfahrungsaustausch bezüglich Druckfugen gesucht"
Skeptiker schreibt am 17. November 2017 um 09:26

Aha, der Balkon hält trotz fehlender Druckfuge? Und der Lagert ganz sicher nicht vorne auf irgendwelchen stützenden Hilfsmitteln? Ich wünsche mir sehr ein Foto des kompletten Balkons als Beweis :p Frei nach dem Motto: „Pic or it didn´t happen“. Da dies ein Archiveintrag von 2010 ist, habe ich allerdings wenig Hoffnung.

Walter Dittmann schreibt am 17. November 2017 um 15:44

Ich wiederhole: „… und die Balkonplatte hat sich beim Abspindeln der Sprieße dann richtig hängen lassen …“ und ergänze:
Die Sprieße wurden zum Glück NICHT entfernt, sondern zur Sicherung der Balkonplatte wieder aufwärts gespindelt.

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