Christoph Spitz

Umgezogen nach Dubai – Schoeck Middle-East FZE ist aktiv

Das Burj-Khalifa, das neue Wahrzeichen von Dubai und mit 828 Metern das Höchste Gebäude der Welt

Am 1. Februar 2010 war es dann soweit für meine Familie und mich, die Möbelpacker standen zu fünft vor unserer Haustür, um 3 Tage lang unser gesamtes „Hab und Gut“ zu verpacken und auszuräumen. In den Monaten davor haben wir viele Vorbereitungen getroffen, es musste ein Mieter für das Haus gefunden werden, das Auto verkauft und dutzende Versicherungen, Verträge und Mitgliedschaften gekündigt werden. Dinge des normalen Haushaltes wie die komplette Winterbekleidung, Skiausrüstung und vieles mehr mussten eingelagert werden, da in Dubai immer Sommer bzw. Hochsommer herrscht!

Die Wetterbedingungen während des Auszuges waren völlig chaotisch, es gab 30 cm Schnee mit Verwehungen, die Möbel-LKW mussten Schneeketten aufziehen und der 12 m lange Überseecontainer konnte nicht bis vors Haus gefahren werden. Die Möbelpacker hatten es wirklich nicht leicht und man sagte, dass man sich an diesen Umzug noch länger erinnern werde!

Danach musste noch das nunmehr völlig leere Haus gereinigt und an die Mieter übergeben werden, am nächsten Tag haben wir uns dann von allen Freunden und Nachbarn verabschiedet und sind dann mit irre viel Gepäck nach Dubai geflogen. Dort empfingen uns dann 25 Grad mehr als in Deutschland und wir haben die Wohnung bezogen, die bis zum Eintreffen unseres Möbelcontainers Mitte März unser Zuhause war.

Am nächsten Tag mussten wir erst einmal den Temperaturunterschied und die Umzugstage verarbeiten, dennoch haben wir uns sogleich mit dem Mietwagen in den turbulenten Straßenverkehr gestürzt. Beim Autofahren ist in Dubai höchste Konzentration gefordert, der Straßenverkehr ist sehr schnell und man darf links und rechts überholen, dies führt immer wieder zu interessanten Situationen, auch weil hier Menschen so vieler Nationalitäten am Steuer sitzen und die Verkehrsregeln selbst auslegen. Die Unfallquote ist eine der Höchsten der Welt und man kann sich nur durch Umsicht und ein stabiles Auto schützen.

Am nächsten Tag, Sonntag (die Arbeitswoche geht hier von Sonntag bis Donnerstag) hat sich unser 7-jähriger Sohn gleich in seine neue Schule begeben. Er geht in die erste Klasse der Deutschen Internationalen Schule. Die Schuluniform haben wir am Vortag noch besorgt. Glücklicherweise läuft in der Schule alles gut und es bahnen sich die ersten Freundschaften an. Auf dem Stundenplan stehen neben den üblichen Fächern viel Englisch und 3 Wochenstunden Arabisch als Pflichtfach, morgens um 8 ist „Antreten“ der gesamten Schule auf dem Schulhof, es werden die Nationalhymnen der Emirate und dann von Deutschland gesungen!

Die letzten Wochen waren von extremer und typisch arabischer Bürokratie geprägt, zur Visumserteilung waren mehrere Termine mit unzähligen Stempeln und Unterschriften sowie eine eingehende ärztliche Untersuchung erforderlich. Es gibt jede Woche neue Vorschriften, welche Unterlagen und Bescheinigungen man mitbringen muss, inzwischen schleppe ich immer alles mit, angefangen von den Pässen, der Handelslizenz, Sponsorenbriefen und ganz wichtig der Schöck-Stempel, der schon viele Dokumente ziert! Und man muss ganz viel Zeit mitbringen, Wartezeiten auf den Ämtern sowie die Wege in Dubai sind sehr lang.

Inzwischen, nach 3 Monaten in Dubai, kehrt immer mehr Normalität ein, alle Visa sind erteilt, der Firmenwagen ist angeschafft und Büro und Haus sind eingerichtet. Die ComBAR®-Bewehrungsstäbe für unser Materiallager in der Jebel-Ali Freihandelszone sind eingetroffen und erfreulicherweise hat die neue Gesellschaft schon den ersten Auftrag aus dem Land Qatar erhalten. Dies liegt ca. 500 km entfernt auf der anderen Seite des Arabischen Golfs.

In den letzten Wochen habe ich bereits viele Kunden besucht und unsere ComBAR® GFK-Bewehrung findet großes Interesse. Von der Wirtschaftskrise in Dubai ist nicht allzuviel zu spüren, an allen „Ecken und Enden“ wird gebaut, erst recht in der 120 km entfernten Nachbarstadt Abu-Dhabi.

Einbau unseres Materials im Sommer bei 50 Grad im Schatten im Land Qatar

Neben den Kundenbesuchen und der eigentlichen Vertriebstätigkeit beherrschen sehr viele administrative und organisatorische Vorgänge den Alltag. Hier merke ich deutlich, was so alles anfällt, um das Unternehmen alleine vor Ort zu führen.


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