Kulturpreis Deutsche Sprache für Udo Lindenberg? Ja!

Wer sich vorgestellt hat, mit einem Preis, der so heißt, könne nur geschliffene „Hochkultur“ ausgezeichnet werden – wobei die auch erstmal definiert werden müsste – wird spätestens zum 10. Geburtstag dieser Auszeichnung eines anderen belehrt.

Bereicherung der deutschen Sprache ist eines der Hauptkriterien für die Vergabe des Kulturpreises, der von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache verliehen wird. Und ob man sie nun persönlich mag oder nicht: Die Texte von Udo Lindenberg, der immer auf Deutsch gesungen hat, auch als das überhaupt nicht populär war, haben ihren eigenen unverwechselbaren Stil und haben vieles auf neue Art beschrieben. Er singt über die gesamte Bandbreite der Themen, die im Leben so vorkommen, von Liebe bis Politik – und auch hinterm Horizont geht’s noch weiter. Die letzte Platte war ein Riesenerfolg und das hat seine Gründe sicher nicht nur in der Nostalgie einer Generation, die „Sonderzug nach Pankow“ noch als utopischen Entwurf gehört hat.

Als seinen geistigen Vater und Impulsgeber benennt Udo Lindenberg Hermann Hesse, eine Verneigung vor einem großen deutschen Literaten.

Übrigens: Es gibt auch eine Udo-Lindenberg-Stiftung, die Musiker ermuntern will, unabhängig vom Massengeschmack ihren eigenen Weg zu gehen. Das war ja letztendlich auch sein Erfolgsrezept. Wer dazu mehr wissen will: www.udo-lindenberg-stiftung.de/stiftungszweck.33039.htm.


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