Alexander Senger - Bito, Gastautor

Internationali­sierungs­strategien deutscher Industrieunternehmen

Die Bito Lagertechnik GmbH, Hersteller für Lagerzubehör (Behältern und Leitern), bedankt sich bei der Schöck Bauteile GmbH für die Möglichkeit, diesen Blogartikel veröffentlichen zu dürfen. Eine wichtige Gemeinsamkeit der beiden Industrieunternehmen besteht in der erfolgreichen Expansion ins Ausland.

Für deutsche Industrieunternehmen ist die Internationalisierung des Geschäfts oft die einzige Möglichkeit, den Erfolg auf lange Sicht garantieren zu können. Multinationale Unternehmen sind weitaus weniger von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Regionen abhängig, als dies rein nationale Unternehmen sind.  So hat die Schöck Bauteile GmbH trotz der negativen Wirtschaftsdaten im Jahre 2009 zwei neue Niederlassungen in Frankreich und Kanada eröffnet.

Für Unternehmen in Deutschland führt die Internationalisierung in der ersten Stufe in der Regel ins Europäische Ausland, da diese Märkte zum einen geografisch nicht zu weit vom Heimatmarkt entfernt liegen und zum anderen die Charakteristika in vielen Bereichen oftmals ähnlich sind. Im nächsten Schritt erfolgt dann meist die außereuropäische Expansion entweder nach Asien oder Nordamerika oder in beide Regionen, da hier die wirtschaftlichen Aussichten weltweit mit Abstand die besten sind. Diesen Weg ist auch die Bito Lagertechnik GmbH gegangen. Bito hat Niederlassungen in fast allen europäischen Ländern und darüber hinaus Partner in Russland, Südafrika, Türkei, USA. Im Jahr 2008 wurde eine eigene Niederlassung in Dubai (Middle East) gegründet.

Während die Expansion nach Nordamerika unter den Aspekten der Marktkulturen weniger problematisch sein dürfte, sieht das in Asien schon ganz anders aus: Hier funktionieren die Märkte komplett anders, weswegen Unternehmen aus Deutschland hier nur dann erfolgreich sein können, wenn sie sich den Marktbedingungen stellen.

Welche Strategie zur Internationalisierung gewählt wird, hängt vom jeweiligen Unternehmen selbst ab. Prinzipiell stehen Unternehmen mehrere verschiedene Strategien zur Auswahl, die einzeln oder auch in Kombination verfolgt werden können. Zwar tätigen einige wenige Unternehmen bspw. Direktinvestitionen, aber die meisten Unternehmen meiden sie, weil Direktinvestitionen eine enorme Anforderung ans Unternehmen stellen.

Eine weitere Strategie, ein nationales Unternehmen in ein multinationales Unternehmen zu transformieren, stellen Kooperationen mit anderen Unternehmen im Ausland dar (Strategische Allianzen). Eine weitere Möglichkeit stellen Lizenzverträge und das Franchising dar.

Egal für welche Strategie sich ein Unternehmen schlussendlich entscheidet, gibt es doch immer Grundsätze zu beachten:

Um in der globalisierten Welt überleben zu können, sind viele produktionsintensive Unternehmen darauf angewiesen, ihre Produktion dorthin zu verlagern, wo sie am kostengünstigsten produzieren können, also wo die Lohnkosten gering und die Rohstoffe schnell und günstig verfügbar sind.

Um im Ausland erfolgreich sein zu können, müssen die Produkte und damit auch das Marketing und die Werbung an die lokalen Bedürfnisse angepasst werden. Global einheitliche Strategien sind immer zum Scheitern verurteilt. Einen weiteren Schlüsselfaktor stellt die Geschäftsführung dar, die zumindest teilweise aus „Einheimischen“ zusammengestellt sein sollte, um die Bedürfnisse des Marktes verstehen und in Erfolg ummünzen zu können.

Wie sind Ihre Erfahrungen im internationalen Geschäft? Welche Strategie hat sich bei Ihnen bewährt?


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