Martina Riebold

Ein Unternehmer wird 75

Herr Schöck baute in mehr als 40 Jahren als geschäftsführender Gesellschafter der Schöck Gruppe und als Aufsichtsratsvorsitzender sein Lebenswerk zu einer internationalen Unternehmensgruppe aus. Weitblick und Erfolg zeigten sich in seinen Entscheidungen, die stets auf die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe und die Sicherung der Arbeitsplätze ausgerichtet waren. Er widmete sich mit großem persönlichen Einsatz und Hingabe den geschäftlichen Herausforderungen und prägte die Unternehmenskultur mit großem Herz und offenem Ohr für die Belange seiner Mitarbeiter. Wir gratulieren einem großartigen Menschen.

Am 26. April 1935 kamen Zwillinge im Hause Schöck in Nürtingen am Neckar auf die Welt. Einer davon wurde auf den Namen Eberhard getauft. Nach mittlerer Reife, Maurerlehre und Bauingenieurstudium fand er seinen Weg zu uns ins Badische und wurde 1960 Geschäftsführer der Baufirma Weiss in Steinbach.

Frisch verheiratet und gerade Vater geworden wagte er 1962 mit 27 Jahren den Schritt in die Selbständigkeit und gründete sein erstes kleines Bauunternehmen. Aufgrund seines Strebens nach Baurationalisierung und innovativen baulichen Lösungen, entstanden in den Folgejahren weitere Unternehmen: die heutige Bauteile GmbH und mehrere Massivbaufirmen. Nach 31 Jahren als Geschäftsführer und gesundheitlich stark angeschlagen, wandelte er 1993 die Schöck KG in die Schöck AG um. Von der Last der operativen Geschäftsführung befreit, hatte er bis zu seinem 70. Lebensjahr den Vorsitz im Aufsichtsrat.

Als Aufsichtsratsvorsitzender hatte er schwere Entscheidungen mitzutragen. Durch die Baukrise in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurde es erforderlich, sich 1997 und 1998 von allen bauenden Firmen und von vielen darin beschäftigten langjährigen Mitarbeitern zu trennen. Seit 1999 konzentriert sich alle Energie auf die Schöck Bauteile GmbH, die sich durch innovative Produkte einen Namen im Markt verschafft hat.

Seit 5 Jahren kann sich  Herr Schöck nun ausschließlich auf seine Aufgabe als Vorstandsvorsitzender in der Eberhard-Schöck-Stiftung konzentrieren. In die Stiftung hat er nach AG-Gründung seine Aktien als Kapital eingebracht und die Stiftung nutzt die darauf entfallenden Dividendenzahlungen um verschiedene Aktionen zu fördern, die Herrn Schöck am Herzen liegen. Dazu gehörte von Anfang an die Ausbildung von Handwerkern im früheren Ostblock, hinzu kamen dann noch der Schöck Bau-Innovationspreis und der Kulturpreis Deutsche Sprache.

Herr Schöck ist täglich noch ca. 2 Stunden in seinem Büro am Unternehmenssitz in Steinbach anzutreffen und besucht regelmäßig die Büros und die Produktion. Es ist für ihn beruhigend, dass sich die Produkte von Schöck auch in der Wirtschaftskrise am Markt behauptet haben. Sein Lebenswerk steht auf stabilen Füßen.

Seit er sich aus dem aktiven Unternehmerleben zurückgezogen hat, ist es Herrn Schöck gelungen, sich einige Wünsche zu erfüllen. Unter anderem konnte er sich verstärkt um seine „Restgesundheit“ kümmern, die er sich hoffentlich auch noch lange erhält.


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