Jernej Standeker

Warum das offensichtliche nicht immer so offensichtlich ist…

Moderne Wohnhausanlagen sind in Wien keine Seltenheit. Diese entstehen zur Zeit quasi in fast jedem Bezirk. Dass sich bei diesen Wohnblöcken immer wieder neue Herausforderungen bei der thermischen Trennung der Balkone ergeben, ist ebenfalls nichts besonderes und daher ist es auch nicht weiter erstaunlich, das wir in der Wiener Anwendungstechnik regelmäßig Anfragen über die „Grenzen des Isokorbs“ auf den Tisch bekommen.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist die maximal mögliche Tiefe von frei auskragenden und thermisch getrennten Balkonen. Jedoch war bei dieser Anfrage alles ein wenig anders, als man es erwarten würde…

Denn würden Sie glauben, dass die Balkonplatten dieses Objektes nur eine Tiefe von 1,20m haben? Doch, es stimmt und es handelt sich nicht um ein optische Täuschung oder eine fototechnisch verzerrte Perspektive, sondern der Teufel steckt im nicht offensichtlichen Detail.

Das Geheimnis dieser Konstruktion ist, das sie aus mehreren tragenden Komponenten besteht. Die Basis bildet eine mit dem Isokorb getrennte Fertigteil-Balkonplatte, welche durch thermisch entkoppelte Brüstungen ergänzt wird. Durch die aufgesetzten dreiseitig verglasten Veranden entsteht der vollendete Gesamteindruck der nahezu grenzenlosen Auskragung.

Durch die genau definierte Lastzuweisung auf die einzelnen statischen Komponenten trägt der Isokorb® der kleinen Balkonplatte den über 3m großen auskragenden Balkon.

Weitere Informationen zu diesem Objekt, für das die Architekten Rüdiger Lainer + Partner mit dem „best architects 10“-Award 2009 in Gold ausgezeichnet wurden, finden Sie unter http://www.schoeck.de/de/referenzen/panzerkreuzer-wohnanlage-236.


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