Elisabeth Kaiser

„Architektur Pur“, der Schulwettbewerb 2009, ausgeschrieben durch Schöck

2003 begannen wir unter dem Motto „Schule trifft Praxis“, Kurse in Form einer Arbeitsgemeinschaft an Gymnasien der Umgebung anzubieten. Das war absolutes Neuland und in der Form auch noch nicht an Gymnasien durchgeführt worden. Die Resonanz auf Schülerseite war großartig. Andere Firmen fanden unsere Idee so gut, dass sie uns mit Fortbildungen für die Schüler oder auch mit einer Werkstätte unterstützten.

Modellbaukurs 1

5 solcher Kurse fanden in den laufenden Jahren statt und endeten immer mit einer Präsentation vor der Geschäftsleitung. Das war für die Schüler natürlich eine riesige Herausforderung und für uns jedes Mal eine Bereicherung mit unverbrauchten Ideen.

Der Aufwand für diese Art Kurse ist nicht unerheblich. Wir konnten also immer nur eine Schule im Jahr erreichen. Nun wollten wir aber gerne viele Schulen auf einmal ansprechen und den Fokus mehr auf das Thema Architektur legen. Schließlich ist Herr Wild Gründungsmitglied der Bundesstiftung Deutscher Baukultur.

Wahrscheinlich taucht hier und da die Frage auf „Warum das alles? Warum beschäftigt sich eine Firma derart intensiv mit schulischer Bildung?“ Nun, weil alle Firmen vom Nachwuchs abhängig sind. Wenn wir gut ausgebildeten und kreativen Nachwuchs möchten, dann können wir nicht nur fordern sondern müssen auch fördern. Gerade Gymnasien beklagen immer wieder, dass der Bezug zur Praxis fehlt. In Firmen hat sich viel Erfahrung und Wissen angesammelt. Das gilt es zu teilen. Für die Schülerinnen und Schüler kann der Praxisbezug enorme Motivation bringen und das Selbstbewusstsein stärken. Im Anschluss an die Kurse haben sich auch schon Schüler bei uns um eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum beworben.

Jetzt aber zurück zum Eigentlichen, nämlich unserem Architekturwettbewerb für Schulen. Unsere gebaute Umwelt bestimmt unser tägliches Leben. Es gilt also den Blick zu schärfen: für das, was gebaut wird, aber auch für die Berufsfelder, in denen Fachkräftemangel herrscht. Wir benötigen in Deutschland beispielweise dringend mehr Bauingenieure. Unsere Firma ist wegen der eher unpersönlichen Produkte in der Bevölkerung bei vielen nicht bekannt. Die Unterstützung der Jugend in Schule und Sport kann das ändern.

Letztes Jahr ging es beim Wettbewerb um Fassadengestaltung, dieses Jahr möchten wir ganze Baulücken durchplanen lassen. Die Städte Rastatt, Baden-Baden und Bühl haben jeweils zwei Baulücken zur Auswahl gestellt. Schülergruppen können daraus einen Bauplatz  auswählen und ihren Nutzungsplan an Hand eines selbstgebauten Modells vor einer hochrangigen Jury erläutern.

Modellbaukurs 3

Damit alle Schülergruppen die gleichen Fertigkeiten erwerben können, haben wir einen Modellbau-Workshop über den Modellbauer Herrn Löbbecke angeboten. Frau Gutruf, Lehrerin am Windeck Gymnasium Bühl, stellte den Raum zur Verfügung und organisierte das Werkzeug. So waren dann 36 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Baden und Bühl mit Spaß dabei, die Grundfertigkeiten im Umgang mit Planunterlagen und Materialien für den Modellbau zu erlernen. Wir hatten den Eindruck, dass die Schülerinnen und Schüler mit viel Spaß bei der Sache waren. Das Material für den Modellbau stellte natürlich die Firma Schöck. Den Schulen stehen pro Schüler und Halbjahr höchstens 1,50€ zu Verfügung!

Modellbaukurs 2

Die Schülergruppen organisieren sich weitgehend selbst, werden dabei aber von Lehrern und Architekten unterstützt. Ein Architekt rief uns sogar an, ob er sich nicht auch in den Wettbewerb einbringen könnte.

Nun bleibt das gespannte Warten auf den Abgabetermin!


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1 Kommentar zu "„Architektur Pur“, der Schulwettbewerb 2009, ausgeschrieben durch Schöck"

Minh Hemmert schreibt am 15. Juni 2011 um 11:14

Ich finde, dass die Regierung mehr Geld für Schulen bezahlen sollte. Der Staat kümmert sich immer nur um andere Sachen. Dabei ist die Bildung von jungen Menschen doch sehr wichtig für die Zukunft. Die alten Schulen müssten erneuert werden und man müsste neue Schulgebäude errichten, damit nicht 35-40 Schulkinder zusammen in einem alten Klassenzimmer lernen müssen. Zusätzlich sollte man das Geld nicht nur in die Schulgebäude ausgeben, sondern man müsste auch die Eltern geldlich unterstützen. Ich bin selbst Mutter von vier Kindern und es ist wirklich schwer mit dem Geld auszukommen. Das Schulmaterial ist sehr teuer und das nötige Geld für eine Nachhilfe im Fach Englisch habe ich auch nicht.

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