Tim Stollberg

Wärmebrücken an alten Gebäuden

Bei Altbausanierungen ist die Verbesserung des Energiestandards derzeit in den Vordergrund gerückt. Hohe Energiekosten machen vielen Besitzern älterer Gebäude Sorgen. Die Kosten für dickere Dämmstärken an den Fassaden und in Dachbereichen sind hochwirtschaftlich. Wer mit seinem Gebäude nach einer Sanierung gerade mal den heute gültigen gesetzlich geforderten Mindeststandard erfüllt, wird morgen schon feststellen, dass er zu kurzfristig geplant und ausgeführt hat. Auch wenn nicht jeder Altbau auf den Passivhaus-Standard saniert werden kann, weshalb kommen dann nur selten sinnvolle Passivhauskomponenten an den Detailpunkten des Gebäudes zum Einsatz? Fehlen hier die Produkte der Bauindustrie oder die Erfahrungen in der Planung und Umsetzung?

Flächige Wärmedämmung an Wand- und Dachbereichen sind aufgrund der langen Lebensdauer und der wärmegedämmten Flächen eine sehr wirtschaftliche und gängige Maßnahme. Wird eine Wand gedämmt, steigt die Oberflächentemperatur auf der Wandinnenseite um einige Grad an. Dies hat zusätzlich zur Energieeinsparung eine gesteigerte Behaglichkeit des Raumes zur Folge. Die Wahrscheinlichkeit von Schimmelpilzbildung sinkt.

Sanierungsgebäude

Bei Altbauten gibt es oftmals Balkonplatten, die aufgrund ihrer linienförmigen Fassadendurchdringungen gravierende Wärmebrücken darstellen. Diese sind verantwortlich für Schimmelpilzbildung im Wohnraum; auch wenn – oder in vielen Fällen erst wenn die Fassade hochwertig gedämmt ist. Wird dieser Zusammenhang bei der Planung von Ihnen berücksichtigt?

Aufgrund ihrer exponierten Lage sind Balkonplatten an älteren Gebäuden fast immer in einem baulich schlechten Zustand und bergen teilweise sogar ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Solche Balkonplatten müssen vom Baukörper abgetrennt und durch eine neue Konstruktion ersetzt werden.

Hier bieten die „Schöck Balkonsysteme“ intelligente Systemlösungen, bei denen von der Konzeption bis zur Montage der Balkonanlage alles aus einer Hand koordiniert wird.

Bestehen Ansprüche an die gestalterische Freiheit eines Balkons, ist auch der Anschluss einer neuen Balkonplatte mittels einer thermischen Entkopplung durch bewährte Schöck Isokorb®-Technologie an den Gebäudebestand möglich, wenn dieser die statischen Grundvoraussetzungen bietet. Die Vielfalt der Anschluss-Varianten ist groß. Beton- und Stahlbalkone können sowohl an bestehende Beton- als auch an Holzbalkendecken angeschlossen werden.

Ganz gleich ob es darum geht, den Energieverlust zu minimieren oder die Tauwassergefahr und damit die Schimmelpilzbildung auszuschließen, meine Erfahrungen haben gezeigt, dass genügend geeignete Maßnahmen zur Verfügung stehen, um Wärmebrückenprobleme am Altbau, auch die am Balkon, zu lösen.


  Weiterempfehlen Mail Facebook
Kommentar verfassen